Donnerstag, 8. Dezember 2016

Fuchsis Adventskalender: Tag 8


8. Dezember, das Jahr rast.
Ich auch.
Nur noch 16 Tage bis Weihnachten und ich habe traditionsgemäß so viel zu tun, dass ich eigentlich keine Zeit mehr für Bagatellen wie Schlaf oder Essen habe. Jetzt wäre Essen nicht so das Problem, es gibt ein paar Reserven aufzuzehren und vor Weihnachten Pfunde verlieren, ist ja ohnehin nicht das Schlimmste - sie kommen während der Feiertage garantiert wieder. 
Aber die Sache mit dem Schlaf...
Da merke ich doch, dass ich keine 20 mehr bin, irgendwie funktioniere ich mit 2 Stunden Schlaf am Tag nicht mehr so gut wie früher.
Erschreckend.
Ich werde alt.

Während sich also meine Toleranzschwelle gegenüber Schlafmangel senkt, bleibt meine Unduldsamkeit gegenüber Unfug gleichbleibend - weshalb ich schon wieder meinen Adventskalender boykottieren muss.
Er ist zwar noch nicht beim Terror-Weihnachtsmann angekommen, bewegt sich aber klar in die Richtung. Heute soll ich in ein Taxi springen und rufen: "Folgen Sie dem Weihnachtsmann. Ich muss zurück zum Nordpol und weiß den Weg nicht mehr!"
Winsel...

Für einen intelligenten Handlungsbogen des Textes kann ich jetzt zwar anmerken, dass mir aufgrund meiner Schlafentzugs-Symptome Richtungen und Wegbeschreibungen momentan durchaus entfallen könnten (vor 2 Tagen brauchte ich beispielsweise nach einem schnellen Power-Nap Minuten, um zu realisieren, welchen Tag wir haben und dass es Abend und nicht Morgen ist!), aber so weit, dass ich dieser Handlungsempfehlung nicht folge, funktioniert mein Hirn doch noch.
Irgendwie tröstlich.
Aber fragt mich in ein paar Tagen nochmal, vielleicht bin ich dann so übermüdet, dass ich die Idee lustig finde...

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Fuchsis Adventskalender: Tag 7


Für alle, die der sozialpsychiatrische Dienst noch nicht beim Weihnachtself-im-Kaufhaus-Reinactment eingefangen hat, hat mein Adventskalender die probate Lösung: "Verkleide dich als Engel" und raune sodann bei einem Weihnachtsmarktbummel den anderen Besuchern "in verschwörerischem Ton: Fürchte dich nicht! Fürchte dich nicht!" ins Ohr.
Seufz.
Ihr seht schon, der Psychose-Level wird schrittweise erhöht. Durfte man zu Anfang der Adventszeit wenigstens noch freundlich "Danke" sagen, wechseln wir jetzt schon zum verschwörerischen Tonfall und religiöser Zitation.
Am 24. Dezember wird dann vermutlich empfohlen, sich als Weihnachtsmann mit deutlich sichtbarem Sprengstoffgürtel zu verkleiden und in der U-Bahn "Tod den Ungläubigen" zu schreien...
Spaß muss sein, sonst geht keiner mit bei der Beerdigung, wie mein Vater zu sagen pflegte.

Weil wir gerade beim Thema Terror sind: Ich bin ja noch das Geständnis schuld, dass ich dieses Jahr bereits gewhamt wurde. Am 28. November (!!!) und das nur, weil der Süße bei seiner Zapperei durch die Kanäle just im passenden Moment in einer kulturell unglaublich anspruchsvollen (haha) Sendung über die erfolgreichsten "Christmas-Songs" aller Zeiten landete und dann aufgrund seines sadistischen Grundcharakters auch nicht mehr wegschaltete.
So früh hat's mich noch nie erwischt.

Vergangenen Sonntag gab es dann noch einen Nachschlag von Antenne Bayern, in einem Moment, wo ich nicht panisch umschalten konnte, jedenfalls nicht, ohne eine Massenkarambolage zu riskieren und somit bin ich dieses Jahr sowas von gewhamt, so gewhamt war ich selten.
Vorteil: Jetzt ist es auch schon alles wurscht und ich kann ungehemmt die weihnachtlichen Hotspots besuchen, ohne Angst vor einem akustischen Anschlag.
In diesem Sinne: Fürchtet euch nicht. (verschwörerisch)

Dienstag, 6. Dezember 2016

Fuchsis Adventskalender: Tag 6


Fröhlichen Nikolaustag, ihr Lieben!
Es ist zwar weiterhin weit und breit kein Schnee in Sicht, aber das soll uns die Stimmung nicht verdrießen. Ich mag den Nikolaustag gerne und freue mich auf unsere kleine Familienfeier heute Abend, bei der ich traditionell dem Nikolaus als helfendes Rentier zur Seite stehen werde.
(Und nein, das ist kein Foto von mir, aber herzlichen Dank für die Frage!)

Nichtsdestoweniger bringt uns das zum heutigen Adventskalender-Ratschlag:
Ausgehend von der (zumindest für mich) durchaus zutreffenden Hypothese "Wer möchte nicht gerne ein Rentier ganz für sich?", empfiehlt er mir in dieser Causa zur Selbsthilfe zu greifen und ein eigenes Rentier zu basteln, indem ich meinem "Hund, dem Meerschweinchen oder der Katze eine rote Nase und ein Geweih" umschnalle.
Das ist jetzt endlich einmal eine Idee, der ich grundsätzlich zugeneigt bin. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, habe ich schon sehr oft meine Tiere entsprechend (vor)weihnachtlich geschmückt - nur auf die rote Nase würde ich verzichten, ich versuche immer, meinen Tieren nicht unangenehmer als unbedingt notwendig zu sein...
Aber das Geweih finde ich prima und habe tatsächlich entsprechende Kostümierung in diversen Größen vorrätig, je nachdem, ob es von Pferd, Hund oder Häschen gebraucht wird.

Damit kommen wir aber auch zum Problem an der Sache, denn aktuell habe ich einfach kein Tier in greifbarer Nähe, das ich entsprechend verschönern könnte. Meine Wasserschnecken sind beim besten Willen wenig kostümaffin und unser Vogel hat ein eher unduldsames Wesen und würde mir schon für den Versuch ebendso bedenkenlos wie kräftig in die Finger hacken, um ihre Meinung zu derartigen Aktionen kundzutun...
Rot hasst sie zudem, also kein Rentierkostüm hier; ich werde also doch wieder selbst einspringen müssen, bis ich wieder ein passendes Pelztierchen in Reichweite habe. ;)

Ein entsprechendes Foto gibt es trotzdem - es ist zwar schon etwas älter, aber ich finde, mein Liebling war ein ganz wunderbares Rentier und wir haben damals das Gelächter des Rest-Reitstalls (Banausen allesamt!) sehr würdevoll ertragen.
In diesem Sinne: Habt einen schönen Nikolaustag und lasst es euch gut gehen!

Montag, 5. Dezember 2016

Fuchsis Adventskalender: Tag 5


Mein Scanner steht wieder und ist einsatzbereit. Ich bin mit Lage und Neuorganisation des Ganzen zwar noch nicht ganz glücklich, aber immerhin funktioniert alles wieder und ich konnte die Zuarbeit für den Steuerberater erledigen...
Was für eine Freude.
Davon abgesehen war der 2. Advent allerdings sehr schön und ich habe den Tag genossen.
Nur Schlaf fehlt mir mal wieder, aber wann tut er das nicht.

Auch mein Adventskalender weiß keinen Rat bezüglich der zu kurzen Dezembertage, empfiehlt mir aber, mich ob des anstehenden Nikolaustages "in Bescheidenheit" zu üben und anstatt großer Stiefel nur "die zierlichen Pumps oder Ballerinas" zum Füllen vor die Tür zu stellen.
Also mal abgesehen davon, dass ich Ballerinas für einen modischen Irrweg halte und entsprechend keine besitze und ich sowieso unter einer leisen Aversion gegen Füße leide und entsprechend die Idee am besten noch mit Lebensmitteln (*schüttel*) gefüllter Schuhe ganz schauderhaft finde, wird bei uns der Nikolaustag ohnehin nicht in dieser Form zelebriert. Anstatt gefüllter Stiefel in der Nacht, erscheint hier ganz traditionell am 6. Dezember abends der Nikolaus in persona und verteilt Geschenke - oder Rügen.
Letzteres aber selten, weil wir alle so brav sind. ;)

Wer doch auf gefüllte Schuhe hofft und die Idee mit den Pumps umsetzen möchte, kann sich ja mal von der Zeichnung des Tages inspirieren lassen. Ob das dann tatsächlich so bescheiden wirkt, kann man zwar kritisch sehen, aber dem Buchstaben nach, müsste alles in Ordnung sein.
Man sieht, die Steuergeschichte tut mir nicht gut. Da kommen dann solche Überlegungen raus - ich fürchte, mein Steuerberater würde die Idee voll unterstützen...

Sonntag, 4. Dezember 2016

Fuchsis Adventskalender: Tag 4


Da ich heute zwecks Umbau-Maßnahmen (welche im Nachhinein wahrscheinlich gar nicht so sinnvoll / notwendig waren wie ich ursprünglich gedacht habe), heute meinen Scanner abmontiert hatte und jetzt nicht mitten in der Nacht anfange, ihn wieder einzubauen und neu anzuschließen, gibt es halt ein altes Bild.

Mein Kalender hat wieder einen tiefsinnigen Tipp für mich - ich möge mich doch bitte im "nächsten Supermarkt (...) lautstark" darüber beschweren, warum es zwar im September Weihnachtsartikel, "jetzt aber nirgendwo einen Schokoosterhasen" zu kaufen gibt.....
Seufz...
Warum geht es eigentlich in einer veritablen Menge dieser Dinge, die frau bis Weihnachten getan haben MUSS, darum, seinen Mitmenschen das Leben unangenehmer zu machen?
Ganz im Ernst - warum nicht mal was Nettes?
Warum soll ich im Weihnachtsgeschäft (Stress, Überstunden, genervte Kunden) schlecht bezahlten Verkäufern den Tag mit Schwachsinn versauen???
Warum einen peinlichen Auftritt generieren, der alle Beteiligten Zeit, Nerven und Weihnachtsstimmung kostet?
So etwas ist ungefähr so lustig wie die originellen Streichlein mit versteckter Kamera, bei denen es nur darum geht, jemanden bloßzustellen oder ihm ein schlechtes Gefühl zu vermitteln.
Traurig, eigentlich.

Leute, es ist Advent!!!
Wenn ihr schon etwas tun wollt, tut doch einfach was Nettes!
Bringt einem Verkäufer einen Schokonikolaus und wünscht ihm einen schönen Tag! Bietet einem Mitmenschen, der aussieht als ob er Hilfe braucht, an, ihm zu helfen! Sorgt dafür, dass jemand, der genervt oder traurig ist, lächelt!
Die Welt wird nicht besser, wenn man sie schlechter macht, also um Himmels Willen - gebt dem Tag einen kleinen Schubs in Richtung "Besser" - davon haben alle Beteiligten mehr als von unlustigen Auftritten.

In diesem Sinne: Habt alle einen schönen 2. Advent, schneidet einen Barbarazweig, wenn ihr mögt, und seid glücklich! Viel Spaß dabei! :)

Samstag, 3. Dezember 2016

Fuchsis Adventskalender: Tag 3


Es ist Wochenende. 
Ich mag Wochenenden. 
Samstag ist gleich nach Sonntag mein Lieblingstag und manchmal kommt es dann vor, dass ich genau so aussehe wie das Schweinchen im Bild - nur mit etwas kleinerer Nase. 
Weihnachtlichere Bilder gibt es heute nicht, dafür freue ich mich viel zu sehr, die Woche überstanden zu haben und bin viel zu geschockt, dass schon der 3. Dezember ist...

Mein Adventskalender huldigt heute dem "Farbschema von Weihnachten (...) Rot, Grün und Gold" und fordert mich auf, für den Rest des Monats stets "mindestens eine dieser Farben" zu tragen. Das ist etwas blöd, weil es doch drastisch mit dem Farbschema von Fuchsi (Schwarz) kollidiert - bleibt mir also nur das konsequente Tragen von Goldschmuck. Wer mich dabei unterstützen will, fühle sich frei, mir Pretiosen zuzusenden - schließlich sind Diamanten ja die besten Freunde einer Frau und lassen sich gar wunderbar in Gold fassen. Und wer das zu farblos findet: Opale find ich auch sehr schön.
Besten Dank im Voraus! :)

Freitag, 2. Dezember 2016

Fuchsis Adventskalender: Tag 2


Steuerberater überstanden - die daraus resultierende Arbeit leider noch nicht. Wie immer frage ich mich: Warum bezahlen wir dem Mann ein solch stolzes Salär, wenn ich doch das meiste selbst machen muss?

Ansonsten sah ich etwas Bezauberndes, was ich eigentlich gern zu Weihnachten bekommen würde, aber andererseits, man weiß ja nicht und überhaupt, ich kann doch nicht, aber eventuell vielleicht doch, wobei, wenn man betrachtet, andererseits jedoch...
Ja, ich bin eine Frau schneller Entscheidungen.

Kommen wir lieber zum Adventskalender, der mir für den heutigen Tag empfiehlt, mich "als Weihnachtself" zu kostümieren und sodann in einem großen Kaufhaus die Verkäufer zu beurteilen, "ob sie dieses Jahr artig waren" - "zum Dank die Hand schütteln" soll ich ihnen auch noch.....
Hier zumindest kann ich mich schnell entscheiden, dass ich das sicherlich nicht tun werde, weil:

1. Ohnehin schon gestresste Verkäufer im Vorweihnachtsgeschäft noch zusätzlich nerven? Nicht wirklich.
2. Die Anleitung ist unzureichend. Ich soll zwar zum Dank Hände schütteln, nirgends steht aber, was ich mit unartigen Verkäufern machen soll. Ich mein, hallo? Wie realistisch ist es, anzunehmen, dass die alle super waren???
3. Ich seh's direkt vor mir, wie ich in einem Weihnachtselfen-Kostüm durch's Kaufhaus schwirre und wahllos Menschen Dank sage...
Die Frage ist doch nur: Werd ich erst verhaftet, weil man mir unanständige Absichten unterstellt? (Denn mein einziges Weihnachtselfenkostüm sieht ähnlich aus wie das im Bild...)
Oder kommen doch die Kollegen aus der Nervenklinik und führen mich begütigend lächelnd ab? Denn unter uns gesagt - dass die mich vielleicht kennen, wird nicht helfen; im Gegenteil! Niemand aus dem illustren Psychologen-Kreis wundert sich doch sonderlich, wenn einer mal durchdreht! Gerade in der Weihnachtszeit!

Also, kurz gesagt: Schon wieder eine Aufgabe, die ich verweigere. Läuft bei mir...

Mach ich mich stattdessen lieber an den aktuellen Freitags-Füller, das hab ich schon ewig nicht mehr gemacht! (Meine Füllsel sind kursiv.)

1.  Am ersten Advent haben wir gemütlich Plätzchen gegessen und den ersten Glühwein des Jahres genossen.
2.   In der Adventszeit gehe ich leidenschaftlich gern auf den Weihnachtsmarkt .
3.   Die Frage ist, warum immer ich?
4.   Ich würde gern Koalas halten, aber bei uns im Garten wächst kein Eukalyptus.
5.   Ich bin stolz, dass ich mit der Menueplanung für Weihnachten schon fertig bin.
6.   Eventuell steht bald doch noch etwas total Unvernünftiges auf meinem Wunschzettel.
7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ausruhen nach dem Plätzchen backen, morgen habe ich letzte Gartenarbeiten vor dem Winter und vielleicht eine kurze Einkaufstour geplant und Sonntag möchte ich mit Mutter Fuchsi und dem Liebsten den 2. Advent so richtig genießen!