Donnerstag, 24. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 24

Heute wenig Worte, viel Botschaft:

Euch allen ein wundervolles und gesegnetes Weihnachtsfest!

Verbringt dieses Schönste aller Feste mit denen, die euch wichtig sind, seid lieb zueinander und seid glücklich!

Frohe Weihnachten und fühlt euch allesamt umarmt!

Eure Fuchsi

Dienstag, 22. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 22

Nur noch 2 Tage!!!!
Da muss ich natürlich noch schnell ein Weihnachtsengelchen zeichnen, ehe die Saison schon wieder vorbei ist...
Ich bin - wie es ja so typisch für die staade Zeit ist - schwer im Stress.
Immerhin, der Baum steht. Heute wird er geschmückt, damit ich mich dann am 23. zusammen mit Mutter Fuchsi auf ihren Baum stürzen und danach meine letzten Einkäufe erledigen kann.
Zwischendurch mache ich die letzten Geschenke fertig, verpacken muss ich auch noch und überhaupt habe ich das diffuse Gefühl, dass ich irgendetwas vergesse, was mich wahnsinnig macht...
Also, noch mehr als ohnehin schon.

Da fällt einem natürlich gleich das berühmte Zitat von Karl Valentin ein - "Wenn die staade Zeit vorbei ist, wird's ruhiger!"
Aber schön ist sie halt trotzdem, die hecktische, nervenaufreibende, wundersame, herrliche Weihnachtszeit.
Also - genießt sie so richtig, trotz allem, was noch erledigt werden muss!
Gute Nerven für den Endspurt, wünsche ich euch allen!

Montag, 21. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 21


Heute ist Winteranfang!
Und ich würde total gerne sagen, dass das oben gezeigte Bild die tatsächliche Situation abzeichnet, aber tatsächlich ist es vom vergangenen Januar und jetzt blühen in der Wiese die Gänseblümchen und in den Beeten die Primeln, die Sonne strahlt aus einem blauen Himmel und insgesamt sieht alles mehr nach März als nach Dezember aus.
Und ich kann gar nicht sagen, wie sehr mich das nervt!

Ich. Will. SCHNEE!!!!

Meine Jahreszeit war schon immer der Winter und insbesondere zu Weihnachten möchte ich es weiß.
Und nein, ich will jetzt keine Vorträge über den nahen Osten und den Schneemangel zu Christi Geburt hören - das ist mir alles bekannt. Ändert aber nichts daran, dass ich hier, mitten in Bayern, im Dezember Schnee haben will.
So wie früher halt auch.
Aber nein, für den 24. orakeln die Wetterfrösche milde 13 Grad.
Das kann man jetzt natürlich positiv sehen, weil ich jetzt beispielsweise mein Heilig Abend Menue mit einem schicken Stehaperitif im Garten beginnen kann, ohne dass irgendjemand frieren müsste, aber ganz ehrlich?
Meine Begeisterung darüber hält sich extrem in Grenzen.
Ich friere lieber, als dass es mir zu warm ist...

Ob all dem tröstet mich auch die heutige Idee meines Kalenders nicht, der zum "Fröhlichen Weihnachtsmann-Kegeln" mit Marzipankartoffeln aufruft...
Ich mag kein Marzipan und Weihnachtsmänner gibt's hier auch keine - bei uns kommt traditionell das Christkind und das werde ich sicher nicht mit klebrigen Süßigkeiten bewerfen.
Also ja - ich bin gerade maulig.
Schiebt es einfach auf's Wetter...

Sonntag, 20. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 20


Während ich hektisch durch die Vorweihnachtszeit rase, hält mein Adventskalender einen pittoresken Rat für ein Last-Minute-Geschenk bereit und nennt es "Selbst gemachtes Leckerschmecker" - ich möge doch eine "Überraschungskonfitüre" aus Dingen einkochen, die sich in meinen Küchenschränken finden; auf diese Weise würden selbige vor Weihnachten auch noch gleich ausgemistet...
*seufz*

Ernsthaft jetzt - sind diese intelligenten Geschenkideen wirklich ausschließlich dazu gedacht, den Freundeskreis auszudünnen, damit man im nächsten Jahr nicht mehr so viele Präsente besorgen muss?
Resteentsorgung via Freunde unglücklich machen?
Ein unfassbar genialer Plan...

Ja, und was koch ich dann jetzt da?
Spontan fanden sich eine alternde Mango, ein nur noch bodenbedecktes Glas mit schwarzen Oliven und ein angebrochenes Päckchen Putenschinken...
Gelierzucker hab ich eigentlich immer zu Hause, da steht also einer wirklich definitiv echt überraschenden Konfitüre gar nichts mehr im Wege!
Fragt sich nur noch, wen ich damit beschenken soll, denn eigentlich mag ich meine Freunde und habe noch nicht mal Verwandte, die ich heimlich vergraulen will - der Kreis ist also ganz schön klein...

Öhm, nicht, dass ich meine Leser nicht mögen würde, aber jetzt wo ich dieses phantastische Rezept schon vor Augen habe... Sind irgendwelche extrem experimentierfreudigen Menschen mit zweifelhaftem Geschmack hier???
Nein?
Hätte mich jetzt auch gewundert, denn ganz offensichtlich haben meine Leser Geschmack.
Bleibt mir also nur noch, euch einen guten Start in die Weihnachtswoche zu wünschen und wo ich gerade ein Foto von Misteln gefunden habe: Gebt euren Lieben einen Kuss! Das ist gut gegen Stress und schüttet definitiv mehr Endorphine aus als abartige Marmeladen...

Samstag, 19. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 19

Liebe Daumendrücker und Gute-Gedanken-Sender: DANKE!!!!
Es hat genutzt, ich habe heute vormittag einen Weihnachtsbaum gefunden!
Also, wenn ihr gegen 11.30 Uhr ein ungewöhnliches Geräusch gehört habt -  das war der Stein, der mir vom Herzen fiel.
Auch ansonsten war der Tag gut gefüllt (weswegen ich wieder so sträflich spät dran bin mit dem Post), ich habe haufenweise Einkäufe und sonstige notwendige Gänge erledigt und war eigentlich den ganzen Tag mit guten und weniger guten Dingen voll beschäftigt.

Insofern gibt es auch heute wenig Ausgefeiltes, aber für eine kleine Skizze hat es doch gereicht, empfiehlt doch mein Adventskalender heute "Plätzchenteller jonglieren" - das hat mich irgendwie zu dem oben zu sehenden Cartoon inspiriert.
Jaaa, da können Dramen entstehen, wenn man nicht aufpasst und zu heftig jongliert und eh man sich's versieht, liegt alles in Stücken.
Tragisch.

Für alle, die sich gefragt haben, warum es gestern keinen Kommentar zum Kalender gab: Ich habe von unterwegs via Handy gebloggt - Hightech also, aber auch ein klares Indiz für zu viel Stress. Prompt bin ich dann abends auch noch im Bad ausgerutscht und mit dem Kopf und der Schulter (natürlich in dieser Reihenfolge, nicht dass der Schlag auf den Kopf irgendwie abgemindert werden würde...) gegen die Duschwandkante geknallt. Ergebnis: Geprellte Schulter, Kopfschmerzen und eine sehr interessante, circa 20 Zentimeter lange Beule. Ich habe zur Zeit wirklich ein Händchen...
Mitleid wird insofern gerne genommen.

Naja, und was hat der gestrige Kalender nun verlangt? "Fuchs und Hase gute Nacht sagen"...
Da hab ich doch die Gelegenheit genutzt und endlich mal wieder mit dem besten Ex-Freund von allen, von mir weiterhin "Hase" genannt, (ja, auch fast 9 Jahre nach der Trennung noch, da kann man mal sehen!), telefoniert und schon konnten sich "Fuchs(i)" und "Hase" gute Nacht sagen.
Zum Kotzen süß, gell? ;)

In diesem Sinne: Schlaft gut, liebe Leser, und ruht euch nochmal richtig aus, ehe die Weihnachtswoche startet! Gute Nacht, liebe Leser, gute Nacht, liebe Ex-Freunde, gute Nacht, John-Boy!

Freitag, 18. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 18

Heute gibt es nichts Heiteres, nichts Besinnliches, keine Zeichnung.
Nur Gejammer.
Denn es ist der 18. und ich habe noch immer keinen Christbaum!!!
Aaaarghhhh!!!!
Denkt einfach freundlich an mich und bittebitte drückt mir die Daumen, während ich mit wachsender Verzweiflung weitersuche...
Weihnachten ohne Baum?
Argh...
Wenn Luther schon mal eine gute Idee hatte, kann man da doch im Geist der Ökumene nicht dran vorbei gehen!
...außerdem liebe ich Weihnachtsbäume!

Naja. Derweil zeige ich euch ein Bild von meinem Weihnachtsstern.
Ist ha besser als nichts...

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 17


Nachdem heute ja alle austicken, weil der neue Star Wars Film in die Kinos kommt, habe ich die Gelegenheit genutzt, um ein Prinzessin Leia-Gedächtnisstyling zu zeichnen...
Derweil gebe ich mich keiner Illusion hin - ich werde diesen Film nicht im Kino sehen. Ich schaffe es grundsätzlich nie ins Kino - in der Weihnachtszeit schon dreimal nicht.

Ich weiß ja sowieso nicht, wie ich noch alles hinjonglieren soll, denn in. EINER. WOCHE. IST. HEILG. ABEND!!!!!!!!!
Irgendwie scheint das in dem ganzen "Das Erwachen der Macht"-Hype etwas unterzugehen.

Immerhin mein Adventskalender denkt ein bisschen mit und fordert mich heute zum "Ave Marias stricken" auf. Jetzt kann ich zwar nicht stricken, aber die grundsätzliche Idee des Gebets ist keine schlechte und insofern werde ich den blassen Witz einfach wörtlich nehmen. Immerhin hat die letzte Woche des Advents begonnen und das ist ja mindestens christlicherseits ein hervorragender Grund, um zu beten! Auch die wunderschönen sieben Magnificat-Antiphonen werden nun, an den letzten sieben Adventstagen in der Messe gebetet, respektive gesungen, und mit ihnen wird jeden Tag ein wenig drängender das Kommen des Herrn herbeigefleht. Eigentlich ein schöner Extra-Grund, um sich mal wieder in die Kirche zu begeben, oder? ;)

Ich bin zwar fast völlig sicher, dass mein Kalender das nicht meinte, aber hey - bleiben wir kreativ und vergessen in all dem Trubel nicht, dass Weihnachten ja tatsächlich etwas mit Christus zu tun haben könnte...

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 16


Man merkt, dass der Advent fortschreitet (wir sind einstellig, aaargh!!!), auch im Kalender wird die Gangart härter. Heute schlägt er vor: "Jingle Bells sturmklingeln" - dies würde für weihnachtliche Stimmung im ganzen Haus sorgen...

Für mich ist das keine echte Aufgabe; immerhin bin ich das ganze Jahr über dafür berüchtigt, höchst... öhm... musikalisch zu klingeln und "Jingle Bells" steht immer mal wieder auf der Playlist.
Und ich kann euch sagen - im Mai oder August sorgt das viel mehr für Stimmung und ist auch wesentlich überraschender als im Dezember, wo ja jeder ein bisschen damit rechnet!
Fragt den Süßen - der kann euch Geschichten erzählen, wie sehr er sich freut, wenn ich ein Liedchen klingle, während er die Treppe runterhastet, weil ich mal wieder ohne Schlüssel unterwegs war...
Da kommt das Glück in die vier Wände.

Also, ein schöner Tipp - ich empfehle ihn explizit auch für Paketboten, Zeugen Jehovas und die freundlichen Spendensammler, die momentan regelmäßig vorbeischauen. Die richtige weihnachtliche Stimmung macht den Besuchten auch gleich viel zugänglicher für eure Anliegen!
Und noch etwas: ruhig kreativ bleiben! Klingelt man z.B. "Last Christmas" ist Freude und Euphorie quasi vorprogrammiert! 

In all der weihnachtlichen Stimmung ist mir übrigens aufgefallen, dass es in dieser Adventszeit noch gar keines meiner berüchtigten sexy Weihnachtsengelchen gibt. Das muss natürlich sofort nachgeholt werden!
Somit, ein Engel für euch, möge er euch bei allen Klingelstreichen beschützen - schließlich gilt einmal mehr das Motto:
Süßer die Glocken nie klingen!
Also...
Die an der Tür, nicht die am Engel... ;)

Dienstag, 15. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 15


Heute bin ich müde und mein Auge tut weh.
Insbesondere, wenn ich etwas fokussieren oder gezielt ansehen muss. Nicht die beste Voraussetzung für irgendeine Tätigkeit, bei der man sehen sollte.
Wie z.B. zeichnen, lesen, schreiben...
Oder auch kochen - denn wenn ich mir jetzt auch noch einen Finger abhacke, werde ich mit gar nichts mehr fertig!!!
Also habe ich kurzerhand die heutige Seite meines Adventskalenders für euch gescannt, nachdem ich sie bekritzelt hatte. Mehr "Guerilla Christmassing" ist für mich heute nicht drin - erscheint mir aber auch eher gefährlich, meine kranke Phantasie auf die Stadt loszulassen... ;)

Montag, 14. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 14


Treue Leser wissen es schon - mindestens einmal in der Adventszeit erscheint dieses WasauchimmeresseinmagTier und schreit seinen/meinen ganzen Frust heraus.
Heute ist es so weit.
Denn der heutige Post erscheint nicht etwa so spät, weil mein geistreichelnder Adventskalender rät, "Abwarten und Tee trinken", sondern weil der Tag insgesamt nicht so glorreich war.
Zu viel zu viel zu tun, Rennereien aller Art und allgemeinen Stressoren gesellte sich als kleine Terminplanung-ruinierende Überraschung ein rotes, schmerzendes, tränendes, verklebtes Auge.
Das minderbelastbare Ding nahm es mir anscheinend übel, dass ich mir am Samstag versehentlich, dafür aber mit viel Schwung, eine Mascara-Bürste in den Augapfel gestoßen hatte. Und da es sich weigerte, nach bewährter Fuchsi-Behandlungsmethode (Was von allein kommt, geht auch von alleine wieder...) zu verheilen, durfte ich heute alle Planung über den Haufen werfen und mich zum Augenarzt schleppen.
Der begegnete mir dann auch, wie Ärzte das gerne tun:
Mit einem mitleidigen Kopfschütteln...

Die Diagnose des Tages: Schwere Hornhautverletzung.
Genau das, was mir jetzt gefehlt hat...
Außerdem erfreute er mich mit der Information, meine Hornhäute seien "dünn wie Pergament" und ich habe mich in Zukunft von Kontaktlinsen fernzuhalten. Ein Glück, dass ich meine Brille ganz gern habe...

Tja, nun darf ich mich die nächsten Tage mit Augensalbe verlustieren und das Auge "schonen". Wie genau man das tut, führte er nicht weiter aus und ich habe auch nicht gefragt, um den vielen ärztlichen Anweisungen zu entgehen, die mich nur noch mehr Zeit kosten würden - ich schätze, ihm schwebte so etwas wie ein dreitägiger Dauerschlaf vor.
Nun will ich gar nicht bestreiten, dass mir das gut tun und mein angesammeltes Schlafdefizit ein wenig nivellieren würde, aber die Zeit, die Zeit...
Ich meine, es. sind. NUR. NOCH. 10. TAGE!!!!
Aaaaarghhhhhh!!!!!
Ach, Moment, das hatten wir ja schon.
Jaaa, es ist definitiv mal wieder dieser Augenblick im Advent.......

Sonntag, 13. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 13


3. Advent und ich bin offiziell ge-wham-t worden - und zwar genau zur Halbzeit, also am 12.12.
Nichts Böses ahnend, mitten im Auto, auf dem Weg von einem überfüllten Einkaufscenter zum nächsten - und weil der Süße und ich so ins Gespräch vertieft waren, erkannte ich die schicksalsschweren Takte erst, als es schon zu spät war.
Tja, also nicht lang durchgehalten dieses Jahr - letzten Advent habe ich es immerhin bis zum 18. geschafft, aber diesmal...
12 Tage und WAMM!
Also... Wham halt.
Tragisch.

Aber - und das gestehe ich nur ganz leise und nur unter uns - so schlimm war's dann gar nicht. Der Süße und ich waren albern gestimmt, haben lauthals mitgesungen und sind danach auf den Weihnachtsmarkt und siehe da - plötzlich war sie da, die Weihnachtsstimmung, die ich dieses Jahr bisher nicht zuletzt ob des frühlingshaften Wetters (und der vielen Sorgen und des allgemeinen Stresses natürlich) so schmerzlich vermisst habe.
Und das war dann doch ziemlich schön.

Also, wie in allen Lebenslagen gilt auch bei den teuflischen Gesängen: Immer ein bisschen optimistisch bleiben und auch das Schöne im Schlechten sehen, dann wird Vieles leichter. Und da ich ja als Optimistin mit Erfahrung, vulgo erklärte Pessimistin, mit dem König des Optimismus verbandelt bin, nehme ich mir diese Mahnung tatsächlich manchmal selbst zu Herzen. ;)

(P.S.: Der heutige Adventskalender-Tipp ist bestenfalls lahm: "Schlitten versenken" lautet er und liefert dazu ein paar Spielfelder im Sinne von Schiffe versenken. Darauf ein *schnarch* und keine weitere Würdigung...)

Samstag, 12. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 12

HALBZEIT!!!!
Oder mit anderen Worten: Zeit für Panik.
Heute ist der 12. Dezember, d.h. ab jetzt legt der Dezember noch mal an Tempo zu und Weihnachten lauert quasi hinter der nächsten Ecke.
Hand hoch, wer auch nicht fertig ist mit seinen Vorbereitungen!
Also?
Ach, kommt schon, seid ehrlich!

Während mein Kalender fordert, ich solle "wirklich sichere Geschenkeverstecke finden", was ich nicht nötig habe, weil
a) meine Lieben sehr brav sind und nicht nach ihren Geschenken suchen
und
b) in meinem Chaos außer mir eh keiner was findet...
habe ich in all der Aufregung eine heitere Geschichte für euch.
Weil wir alle einen Moment der Entspannung gebrauchen können.
Also, liebe Kinder, schart euch um mich und lauscht:

Es begab sich aber zu dieser Zeit, dass eure Fuchsi ein bisschen verschlafen hatte.
Nachdem ich - wie in der Weihnachtszeit üblich - halbe Nächte mit Vorbereitungen und Erledigungen verbracht hatte, war der Wecker einfach nicht laut genug und so stand ich deutlich später als normal im Badezimmer und suchte, mich für den Tag vorzubereiten, als es an der Tür klingelte.
In diesem Kontext sollte man wissen, dass meine Sprechanlage nicht funktioniert; klingelt es also, gilt es, unverzüglich alles stehen und liegen zu lassen und zum Gartentor zu spurten, denn Paketboten sind im Advent noch ungeduldiger als sonst und nichts ruiniert den Zeitplan mehr, als ein gelber Benachrichtigungszettel, der einen zum stundenlangen Schlangestehen auf der unterbesetzten Postfiliale verdammt.
Ich verzichtete also auf Eitelkeiten aller Art und stürmte quasi just out of bed und somit ungekämmt wie Struwelpeter zum unterbezahlten Helfer des Weihnachtsmannes.

Immerhin war es einer unserer regelmäßigen Lieferanten, so dass er noch nicht wieder im Aufbruch begriffen war, sondern brav am Tor auf mich wartete.
Wir kennen uns schon ein Weilchen, plaudern gern ein paar Worte - er ist ein netter Paketbote und hat mich auch schon mit Zahnbürste im Mund gesehen, ich trug also meinen zerzausten Look mit Fassung.
Just in diesem Moment aber leuchteten seine Augen auf, er starrte auf meine Haare und rief - BEGEISTERT UND OHNE IRONIE, ehe jetzt jemand etwas Dergleichen unterstellt:
"Wow! Neue Frisur! Voll sexy! Sieht genial aus!"

...wenn man bedenkt, wie viel Zeit ich jeden Tag mit Haare bürsten verschwendet habe...

In diesem Sinne: Schert euch nicht darum, ob etwas nicht zu passen scheint - andere mögen es vielleicht gerade deswegen.
Und abgesehen davon; freut euch, dass ihr jetzt endlich versteht, warum ich heute Medusa gezeichnet habe. ;)

Freitag, 11. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 11


Mein Adventskalender fordert mich heute auf zum "Christbaumkugeln polieren" - es ist also mal wieder Zeit, einen wirklich alten Cartoon aufzuwärmen, der zu diesem Thema einfach zu gut passt.

Abgesehen davon ist Weihnachten schließlich die Zeit, wo man liebgewonnenes Altes jedes Jahr auf's Neue abstaubt, aufwärmt und zu neuer Ehre bringt - nennt sich gerne auch Tradition.
Mit den Weihnachtstraditionen ist es überhaupt so eine Sache; es hat wohl jeder so seine ganz eigene, ohne die es einfach nicht wirklich Weihnachten ist; das geht vom traditionellen Essen, über die alljährliche Weihnachtsunternehmung, bis hin zu dem einen ganz bestimmten Baumschmuck, der einfach sein muss, auch wenn er eigentlich schon vor vielen Jahren seinen Glanz verloren hat. Aber Weihnachten wohnt ein Zauber inne, der den Staub verschwinden lässt und auch das scheinbar Glanzlose wieder oder auch insbesondere erstrahlen lässt.
Da nützt der schönste Trend nichts und die hippste Dekoidee wirkt oftmals schlicht schal im Vergleich mit dem geliebten, verstaubten Kitsch.

In diesem Sinne: Freut euch eurer Weihnachtstraditionen - manche mögen für den Außenstehenden ein wenig seltsam wirken, aber für das eigene Herz sind sie Magie.
Und nur darauf kommt es schließlich an.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 10


Heute bin ich unmotiviert und müde, deswegen gibt es nur eine schnelle Kritzelei.
Mein Adventskalender rät für heute: "Aaaaaaaoooooooooooooooouuuuuuuuuuuuuu", was immer das heißen soll...
Den Mond anheulen?
Einfach mal schreien, weil nur noch 2 Wochen bis Weihnachten sind und man so gar nicht fertig mit irgendetwas ist?
Urschreitherapie, weil danach seit Jahren kein Hahn mehr kräht?
Ich weiß es nicht.
Also habe ich ein schreiendes singendes Rotkehlchen gezeichnet.
Sonst gibt es heute nichts zu sehen.
Aber ihr habt eh nur noch 2 Wochen bis Heilig Abend, also seid einfach froh, dass ich euch nicht länger aufhalte. ;)

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 9


Heute haben zwei meiner Lieblingstiere im Tierpark Hellabrunn Geburtstag: Die Eisbärchen Nela und Nobby, die mittlerweile zwar schon so groß sind, dass man das -chen auch getrost streichen könnte, aber nun bin ich schon zwei Jahre in sie verschossen und flauschig sind sie ja immer noch, also bleibe ich einfach dabei.

In diesem Sinne:
Happy Birthday, ihr lieben Kuscheltiere! :)

P.S.: Der Adventskalender empfiehlt heute: "Mit dem Weihnachtskarpfen baden", was mich vor ähnliche Probleme stellt wie das Füttern der Weihnachtsgans.
Zwar gilt, hätte ich einen Karpfen (oder mehrere), hätte ich vermutlich sinnvollerweise auch einen Teich und könnte somit mit ihm Baden. Ob das bei Temperaturen von ca. 4 Grad so eine geniale Idee ist, sei mal dahingestellt, möglich wäre es aber auf jeden Fall. Allerdings hätte dieser Karpfen dann wiederum keine Chance, ein Weihnachtskarpfen zu werden, denn er hätte ja wieder Haustierstatus und Haustiere werden in diesem Haus nicht gegessen. Und die Möglichkeit, einen (lebenden) Karpfen weihnachtlich aufzuhübschen, ist auch eingeschränkt. Also, mal wieder nix mit Anleitungen befolgen.

Ergänzend dazu soll ich heute "Gratisumarmungen für alle" verteilen; wie wunderbar, das hatten wir ja auch letztes Jahr schon und ich freue mich bereits wieder auf die überraschten Gesichter von Post- und Paketboten, Nachbarn und Müllmännern und natürlich arglosen Passanten auf der Straße...
Irgendwann wird man mich doch noch einfangen und in die Nervenklinik bringen und irgendetwas sagt mir, dass es nichts helfen wird, zu schreien: "Aber der Adventskalender hat es mir befohlen!!!"
Aber daran denkt ja wieder keiner der Kalenderautoren...

Dienstag, 8. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 8

Der Adventskalender liefert heute uneindeutige Signale - einmal fordert er: "Den inneren Schweinehund überlisten!", liefert aber gleichzeitig eine Brille (zum Ausschneiden!), mit der man lästige Mitmenschen abwimmeln könne. Auf den Gläsern stehen Dinge wie "Später! Ruhe! Nächstes Jahr vielleicht! Such selber aus!"
Da ich mich immer noch in Krämpfen winde, hat das Ringen mit dem Schweinehund heute eindeutig Pause - der wird stattdessen auf den Arm genommen und herzlich durchgeknuschelt; kann er sich gleich nützlich machen und das Heizkissen ersetzen!
Blieb also nur noch die Brille - und eben die gibt es in der V.2-Variante heute als Cartoon und als Nachricht für alle, die mich nerven wollen. Da es mir schlecht geht, sind das naturgemäß viele; ich dünste offenbar in meinem Elend ein Arom aus, das die Nervensägen just dann anlockt, wenn ich es am wenigsten vertragen kann.
Mehr weise Worte gibt es nicht. Ich gehe zurück auf die Couch und tu mir selber leid.
Auch mal ganz schön!

Montag, 7. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 7





Ach, Lindt...
Manchmal ist es wirklich wie verhext. Da produziert ihr seit Jahr und Tag stets die gleichen Adventskalender, füllt sie mit eurer köstlichen Schokolade und denkt euch, das macht die Menschen glücklich und auf einmal bricht ein Sturm über euch herein.
Und der Anlass des Ganzen?
Dieser Kalender...
Denn obwohl ihr den nicht etwa plötzlich ins Sortiment genommen habt, sondern schon seit vielen Jahren vertreibt; in der allgemein-neurotischen Stimmung, die derzeit hierzulanden um sich greift, führt er plötzlich zum kollektiven Blutsturz.

Ach, Menschheit!
Was ist denn nur wieder los!?
Es ist ein Weihnachtskalender!
Er ist hübsch, er glänzt, wirkt festlich und sein Inhalt schmeckt gut. Er heißt "1001 Weihnachtstraum" und er sieht so aus, wie die Bilder, die einem bei 1001 Nacht unwillkürlich in den Sinn kommen. Das hat jahrelang niemanden gestört.
1001 Nacht und Weihnachten schien nie ein Konflikt zu sein; warum auch, assoziierte man damit doch bisher nicht etwa islamistischen Terror, sondern schlicht und einfach die Drei Weisen aus dem Morgenland, vulgo auch Die Heiligen Drei Könige und tatsächlich sind ja eben diese im Vordergrund des Kalenders zu sehen. Guckt man etwas genauer, sieht man durch ein Fenster auch noch Maria und Josef gen Bethlehem ziehen...
Das Problem daran?
Ich verstehe es nicht.
Ja, das Bild ist nicht wirklich authentisch für die damalige Zeit, aber wie schon gesagt - es passt zu unseren Vorstellungen von 1001 Nacht, von den Palästen, aus denen die sogenannten Heiligen Drei Könige gekommen sein mögen und von jenen Orten, aus denen die kostbaren Spezereien und Süßwaren, die hier für die typischen Weihnachtsaromen sorgen, überhaupt erst ins Abendland gelangen...
Aber plötzlich...
Drama.

Und das Schlimmste - der Wahnsinn ist ja überall. Da denkt man gerade noch, der zorngeifernde Vorwurf des "islamischen Adventskalenders" (sic!), aus dem am 24. Dezember "der Muezzin hervorspringt" (nein, ich verlinkte diese Zitate nicht, ich habe sie an mehreren Stellen in diversen Formen gefunden!) ist das Dümmste, was man seit langem gehört hat und es sei überhaupt nicht möglich, dass die Gegenseite darauf in adäquat dummer Art und Weise antworten könnte und schon schreit jemand von dort (auch hier keine Zitationsverlinkung, auch dies wurde mehrfach und an verschiedenen Stellen verkündet): "Ihr kennt ja nicht mal eure eigene Religion, so sahen die christlichen Kirchen zur Zeit von Christi Geburt im Orient halt aus!!!"
Seufz...
Ich meine, echt jetzt?
Die christlichen Kirchen zur Zeit von Christi Geburt???
Wollen wir darüber nicht noch mal nachdenken?

Naja, zumindest lieferte mir der philosophische Streit einen Grund, eine Bauchtänzerin zu zeichnen - immerhin bin ich von der ganzen Angelegenheit vage persönlich betroffen, bekomme ich doch eben jenen umkämpften Adventskalender schon seit vielen Jahren von Mutter Fuchsi zum Advent geschenkt und bin trotzdem noch nicht zum Islam konvertiert...

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern weiterhin eine friedliche Weihnachtszeit und jeden Tag eine süße Überraschung im Adventskalender und während ihr euch daran erfreut, tut mir bitte einen persönlichen Gedanken: Nicht immer über alles gleich aufregen; seid lieb zueinander!

Süße Adventsgrüße,
eure Fuchsi

(P.S.: Der andere Adventskalender empfiehlt für heute "Nachtschwärmen" - habe ich gemacht, ich hatte diese Nacht nämlich wegen Frauenproblemen wenig Schlaf, dafür übelste Schmerzen und mehrere Kreislaufzusammenbrüche. Ich bin mal wieder sooo froh, dass ich ein Mädchen bin....)

Sonntag, 6. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 6


"Brav sein!" lautet der kluge Rat meines Kalenders für den heutigen Tag - was liegt also näher als eine Zeichnung zum Thema "Warst du denn auch ein guter Junge?"

Ich fühle mich dazu aber auch abseits des Kalenders ein bisschen verpflichtet, die entsprechende Zeichnung zu liefern; schließlich ist die Zahl der Besucher, die seit gestern hier eintrudeln, weil sie via Google Bildersuche "sexy Nikolaus mit Rute", "Nikolaus Domina", "Warst du brav? Erotisch" und - mein absoluter Liebling! - "Sklave zu Nikolaus" eingegeben haben, eine ganz erstaunlich hohe und ich will schließlich eine gute Gastgeberin sein und keine Leser enttäuschen...

In diesem Sinne, liebe Leser - erfreut euch an der sexy Frau Nikolaus und ihrer "Rute" oder, solltet ihr etwas traditioneller gesinnt sein, habt einfach einen fröhlichen Nikolaustag!

Samstag, 5. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 5






Mein Adventskalender rät heute: "Rentiere kraulen".
Würde ich sofort tun, ich kraule gern Tiere aller Art (außer vielleicht Spinnen, da reißt es auch das Fell nicht raus, das manche von denen haben), aber ein Rentier ist ebensowenig in greifbarer Nähe wie Schnee.
Das Bild ist noch vom letzten Jahr und der geweihtragende Paarhufer ist ein Mesopotamischer Damhirsch. Aber näher an Rentier komme ich im Moment nicht.
Oder an Schnee.
Während ich diese Zeilen schreibe, strahlt vor meinem Fenster die Sonne von einem klassisch-bayerischen weiß-blauen Himmel, die Vögel singen und in den Beeten blühen Primeln.
Was soll man da noch sagen?
Ich wünsche nichtsdestotrotz allen ein schönes Nikolaus-Wochenende und falls euch doch noch ein Rentier begegnet: Krault es einmal von mir mit!

Freitag, 4. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 4


Irrwitzig, wie der Dezember schon wieder rast!
Heute ist Barbaratag und blühzweig-Sammler-freundlich gab es morgens sogar Frost. Ich habe aber trotzdem keine Forsythienzweige geschnitten - ich mag es lieber, wenn sie im Frühling im Garten blühen, anstatt jetzt in der Vase. Aber heute Abend gibt es Kirschglühwein, das ist ja auch nicht schlecht. ;)

Ansonsten läuft die staade Zeit gewohnt hektisch und die Tatsache, dass es jetzt nur noch weniger als 3 Wochen bis Heilig Abend sind, lässt erste Nervosität aufkommen...
Passend dazu rät mein Kalender "Geschenke überlegen".
Darüber kann ich allerdings nur lachen. Geschenke überlegen für dieses Jahr tue ich seit 25. Dezember letzten Jahres! Und ja, ich bin einer dieser ekelhaften Menschen, die im August schon weitgehend mit den Weihnachtseinkäufen fertig sind.
Bis auf Kleinigkeiten...
Spontane Details...
Totalniedliche Ergänzungen...
*hüstel*
Ich gestehe, ich mache meinen Lieben gern Geschenke.
Ich find's schön, wenn Menschen sich freuen.

Insofern werde ich auch den Rat meines Kalenders für ein "Last Minute-Geschenk" ignorieren.
Nicht nur, weil ich über Last-Minute-Geschenk-Panik dank meiner zwangsneurotischen Weihnachtsplanung wirklich nur müde lächeln kann, sondern auch weil die Idee, ein Stück Papier zu zerknüllen und mit Augen und Schleifchen zu dekorieren, nur um es dann des dummen Wortspiels wegen als "richtigen Knüller" zu verschenken, ungefähr so genial finde, wie den letztjährigen Rat bezüglich einer Foto-Love-Story...

Ernsthaft, ihr Kalender-Schreiberlinge!
Wenn ihr eure Freunde und Verwandten wirklich so sehr hasst, dann schenkt ihnen lieber gar nichts, brecht den Kontakt ab oder schickt ihnen einfach eine Briefbombe! Das ist alles noch besser als dieser Quatsch!

In diesem Sinne: Seid kreativ, liebe Leser, und seid  nett zu einander! Macht eure Lieblingsmenschen glücklich und womöglich auch andere, an die ihr normalerweise gar nicht denkt; öffnet eure Herzen, für eure Nächsten und jene, denen es nicht gut geht und verbreitet Freude; erfüllt Wünsche, kleine oder große, darauf kommt's gar nicht an. Aber immer gilt: Schenken macht glücklich - den Geber und den Empfänger. Und was ist eine bessere Gelegenheit, andere glücklich zu machen als Weihnachten. :)

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 3


Warum ich diesen wirklich alten Cartoon recycle?
Weil er einen Dominostein enthält (ganz rechts im Bild).
Und weil mein lieber, guter Adventskalender heute befiehlt: "Dominosteine essen!"
Das kann ich.
Und sogar gerne!
Dominosteine sind eine der wenigen Gelegenheiten, wo ich sogar Marzipan mag.
Ich vertrete ja die These, dass es zwei Arten von Menschen gibt - die einen mögen Marzipan, die anderen Nougat. Es ist nicht leicht, für diese unterschiedlichen Charaktere miteinander auszukommen.
Es sei denn, sie begreifen die Vorteile, sich nie um eine Pralinenschachtel streiten zu müssen und profitieren dann für den Rest des Lebens von diesem erstaunlichen Synergieeffekt.
Meine Eltern beispielsweise waren solch ein Nougat-Marzipan-Paar und sie waren tatsächlich 40 Jahre recht glücklich miteinander.
Der Süße und ich hingegen mögen beide Nougat.
Was auch nicht schlecht ist - zwar weniger Synergie bei Pralinen, aber auch weniger angewiderte Blicke, wenn der andere sich eine Süßigkeit gönnt. Und wir beherrschen die hohe Kunst des Teilens, das geht also auch.

Apropos teilen! Ich will euch nicht verschweigen, dass der Kalender fortfährt mit der reizenden Idee, statt eines Lebkuchenhauses ein berühmtes Gebäude aus Dominosteinen nachzubauen, beispielsweise den Eiffelturm...
Öhm...
Das ist mir jetzt ehrlich gesagt ein bisschen zu riskant. Man weiß dieser Tage ja gar nicht, ob man noch einen Eiffelturm zeigen darf, ohne gleich des Sympathisierens mit Kriegstreibern, des unreflektierten Instant-Mitgefühls oder wahlweise auch der Scheinheiligkeit bezichtigt zu werden, manchmal auch aller drei Dinge zusammen und noch vieler mehr, die mich wahrscheinlich alle extrem überraschen würden.
Insofern: Kein Eiffelturm, sondern ein alter Cartoon.
Das ist harmlos, unpolitisch und dass man mit genügend bösem Willen einen sexistischen Subtext reinlesen könnte, werde ich jetzt einfach ignorieren und stattdessen mit dem Süßen eine Schachtel Dominosteine niedermachen.
Friedlich und in aller Einigkeit.
Peace, Leute, und so.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 2


Mein Adventskalender rät für heute: "Weihnachtsgans füttern".
Aha.
Das stellt mich nun wieder vor diverse Verständnisprobleme, denn zum einen, hätte ich eine Weihnachtsgans, dann würde ich sie zweifellos täglich füttern; auch Gänse haben regelmäßig Hunger! - und nicht nur am 2. Dezember, zum anderen, hätte ich eine Gans wären ihre Chancen eine Weihnachtsgans zu werden, gleich Null, denn meine Haustiere zu essen, liegt mir extrem fern, egal ob es Hund, Meerschwein oder Vogel ist.
Und ohnehin mag ich Wassergeflügel ganz grundsätzlich. Enten, Gänse, aller Coleur - finde ich sympathisch. Wenn mir welche begegnen, quake ich mit ihnen (ja, Passanten sehen mich an, als würden sie liebend gern die psychiatrische Ambulanz rufen, aber bisher hat mich noch niemand eingefangen) und sie quaken zurück.
Wir verstehen uns.

Früher habe ich oft Enten aufgezogen - dort, wo ich den Großteil meiner Jugend verbrachte, gab es einige Enten mit Wochenbettdepression, die die Eier zwar ausbrüteten, jedoch nach dem Schlüpfen jegliches Interesse an den Küken verloren...
Auf Geflügelseite bin ich dutzendfache (Adoptiv-)Mutter.
Zuletzt hatte ich 1997 eine Tauchente als Findelkind - sie saß verlassen vor unserer Haustür, entwickelte sich aber mit ein wenig Pflege prächtig; ich hab sie nach dem Flügge werden noch jahrelang im Englischen Garten besucht, wenn ich gerufen habe, kam sie immer angeschwommen.
Insofern ist die Sache mit der Weihnachtsgans für mich eher schwierig.

Bitte, versteht mich nicht falsch! Eine Gans als Haustier? Gerne, warum nicht!
Gänse sind intelligent, anhänglich und wunderbare Wach"hunde" - aber einen Status als Weihnachtsgans könnte ich ihr dann höchstens verschaffen, indem ich ihr zum Festtag ein neckisches Nikolausmützen oder ähnliche Dekoratoves aufsetzen würde. 
Mit Essen hingegen würde das nichts und mein Schuldgefühl, jedes Mal, wenn Mutter Fuchsi Geflügel brät, würde vermutlich auch immer schlimmer werden...
Insofern - schwierige Sache mit dem heutigen Kalendertipp.

Allerdings habe ich heute trotzdem ein Gänsefoto für euch. Denn ich habe mich sehr gefreut, vor einiger Zeit bei einem herbstlichen Spaziergang im Englischen Garten die beiden Hausgänse oben  im Bild zu sehen - sie hatten ein wenig den Habitus von Touristen und beobachteten das Treiben der Wildgänse um sich herum voller Interesse, wirkten aber insgesamt sehr zufrieden.
Ich stelle mir vor, sie sind rechtzeitig vor Erntedank, Kirchweih, St. Martin, Weihnachten etc. von ihrem Geflügelhof geflüchtet und machen sich nun eine gute Zeit in Freiheit. Ganz ohne Weihnachtsgansstatus.

In diesem Sinne: Viel Spaß bei der Planung des Weihnachtsessens.
Meines steht schon.
Ohne Gänsbraten. ;)

Dienstag, 1. Dezember 2015

Fuchsis Adventskalender: Tag 1

Willkommen Pilger!

Ihr wollt es - ihr bekommt es.
Eine der beliebtesten Rubriken des ganzen Jahres ist zurück: Fuchsis Adventskalender.
Auch dieses Jahr begleite ich euch wieder - wenn ihr mögt - mit weihungsvollen Worten und besinnlichen Bildern (oder so ähnlich...) durch die Vorweihnachtszeit.
Ich habe mir auch wieder einen grausligen Kalender zum Thema gegönnt, er nennt sich "Advents-Countdown - 24 (schein-)heilige Tage bis Heiligabend!" - das klang erschreckend genug, um Stoff für bizarre Blogbeiträge zu liefern. ;)

Er startet auch vielversprechend und empfiehlt mir für den heutigen 1. Dezember "Schneebälle einfrieren", eine Tätigkeit, durch welche ich bei konsequenter Durchführung mit jedem Neuschnee für weiße Weihnachten sorgen könnte...
Nun wissen zumindest treue Leser, dass weiße Weihnachten für mich nichts ist, mit dem man scherzen sollte. Als winteraffiner Schnee-Junkie mit schwerer Weihnachtsneurose ist es für mich ein kaum zu verkraftendes Debakel, wenn mit der Regelmäßigkeit des Nervtötenden zu Weihnachten die Föhnwinde durch München wehen und wenn es dann - wie z.B. vor 2 Jahren - am Heiligen Abend 18° Grad hat, treibt mir nicht nur die Migräne die Laune auf Achterbahnfahrt. Jetzt sollte also ein Kalender nicht anfangen, mir Scherzchen zum Thema weiße Weihnachten durch Schneeballsammeln anzutragen...

Außerdem - seien wir mal kurz ehrlich. Bei jedem Neuschnee Schneebälle einfrieren? Wie oft werden wir wohl in den nächsten 24 Tagen Neuschnee haben? Und wie groß stellt sich der Kalender meine Gefriertruhe vor? Denn ich muss gestehen - im Vergleich zum Garten ist sie recht winzig geraten und da der Nährwert von Schneebällen auch nicht der Größte ist, werden darin unverantwortlicherweise tatsächlich auch Lebensmittel gelagert, die Platz wegnehmen!
Bliebe mir also nur noch, einen Kühlraum zu besetzen - bei der aktiven Münchner Hausbesetzer-Szene sicherlich ein ungemein erfolgversprechendes Unternehmen...

Was also tun? Das selbe wie jedes Jahr: Hoffen.
Dass der Himmel dieses Jahr ein Einsehen haben möge und mir zum Weihnachten Schnee schickt.
Sind ja noch 23 Tage Zeit...

Bis dahin hat mich der Kalender höchstens zu einer Zeichnung inspiriert, die wir ablegen unter "Wortspiele aus der zweit-untersten Schublade".  
Schneebälle... 
Ja, genau, die Frau ist nackt (jedenfalls fast, man verliert ja die meiste Wärme über den Kopf, sie dürfte also nicht frieren) und hat Schnee auf den...
Lassen wir das.
Seid stattdessen froh und dankbar, dass ich darauf verzichtet habe, das Wortspiel aus der untersten Schublade zu zeichnen.
Endlich einmal ist es ein Vorteil, dass ich keine Männer zeichnen kann. ;)

In diesem Sinne: Habt eine fröhliche Adventszeit!

Samstag, 21. November 2015

34 Mal werden wir noch wach...

(Bild von hier)
Heute gibt es so viele Dinge, die mich aufregen, dass ich stattdessen beschlossen habe, etwas vorweihnachtliche Weisheit unter die Menschen zu tragen.

Männer (ja, ich weiß, ihr kauft frühestens in 33 Tagen ein und bis dahin habt ihr das vergessen, aber jammert dann nicht rum, dass ihr nicht gewarnt worden wärt!), Frauen (ja, diese Weisheit gilt für beide Geschlechter, so viel Ehrlichkeit muss sein, diese Lüge wird völlig unabhängig vom Geschlecht kolportiert!) - hört auf mich!
Ja, es ist eine FALLE. Ja, IMMER. Nein, deine / deiner ist KEINE Ausnahme. Und IRGENDWANN, werdet ihr es büßen.
Ja, ERNSTHAFT.
Vertraut mir, ich bin Psychologin, ich kenne die Menschen.
Sie sind furchtbar...
Ja, alle.
Ja, ich auch.

In diesem Sinne: Eine heitere Vorweihnachtszeit!

Mittwoch, 18. November 2015

Make Laugh Not War

(Bild von hier)
Da es mit dem gemütlichen Fußballabend nichts war, versuchen wir es doch mit ein bisschen unangemessenem Humor.
Und weil wir schon dabei sind, noch ein Kommentar zur Aussage von De Maizière (wir erinnern uns: "Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern"...) - das heißt also, wir werden niemals offiziell erfahren, dass der Anschlagsversuch auf das Konto eines niederländischen Fans ging, der seine Mannschaft nicht wieder verlieren sehen wollte???

Dienstag, 17. November 2015

Schöner trauern


Ich kann gar nicht sagen, wie müde es mich macht, dass man sich dieser Tage auch noch darüber entzweien kann, in welcher Form und Weise es opportun ist, mitzufühlen.
Ist es nun gut oder schlecht, ein Facebook-Profilfoto in den französischen Farben einzufärben? Ein Zeichen von unreflektiertem Mitläufertum oder doch von Solidarität? Von gedankenlosem Instant-Mitleid oder gar gleich von Ignoranz gegenüber den anderen, größeren, kleineren, unbekannteren, weniger beachteten Tragödien, die sich überall auf unserem Erdball ereignen?
Darf man eigentlich über die Anschläge in Paris überhaupt erschüttert sein, wo es doch Länder gibt, in denen solche Anschläge an der Tagesordnung sind?
Ich lese die darüber aufflammenden Streitereien, Sticheleien, Zankereien und ich möchte meinen Kopf auf die Tastatur schlagen - die Wahrscheinlichkeit, dass das dabei Entstehende ebenso sinnvoll ist, wie eine Debatte darüber, wer wann wo und in welcher Form richtig trauert, erscheint mir riesig.

Ich meine, Leute! Ernsthaft jetzt???
Warum sind wir als Spezies eigentlich schockiert über Terror und Krieg, wenn wir uns doch noch nicht mal bei alltäglichen Banalitäten verstehen, wenn wir nicht einmal über die simpelsten Fragen interagieren können, ohne anzuklagen, zu (ver)urteilen und zu streiten?

Ja, an viel zu vielen Orten geschehen jeden Tag schreckliche Dinge und sie führen nicht automatisch zu globalen Solidaritätsbezeugungen, aber wisst ihr was? Das ist vielleicht falsch, schade, traurig, aber vor allen Dingen ist es eines: menschlich.
Denn das ist es, was Menschen tun.
Wir selektieren.
Wir suchen aus, woran wir partizipieren, wir wählen, was uns gefällt und was nicht, was uns berührt und was uns kalt lässt, was wir lieben und was wir verabscheuen, teils bewusst und teils unbewusst, aber immer selektieren wir.
Wie nahe uns etwas ist, spielt dabei eine entscheidende Rolle. Das kann man objektiv oder von einem distanzierten Standpunkt falsch oder gar verwerflich finden, aber wenn wir ehrlich sind, tut es jeder von uns.
Das Kind, das weinend vor unserer Haustür liegt, berührt uns tiefer als dasjenige am anderen Ende der Welt, wenn mein Freund an Krebs stirbt, trauere ich intensiver als bei einem Fremden mit der selben Krankheit, wenn es bei meinem Nachbarn brennt, erschreckt mich das mehr als wenn es in einer anderen Stadt bei einem mir unbekannten Menschen passiert und ja, wenn in einem unserer Nachbarstaaten, den wir zudem als sicher empfanden, ein Terroranschlag passiert, dann trifft uns das tiefer als der gleiche oder sogar ein schlimmerer Anschlag in einem auch nur gefühlt fernen Land.

Das ist prima vista nicht verurteilenswert, sondern überlebensnotwendig, denn würde man über alles gleich trauern, von allem gleich entsetzt sein, dann wären wir nicht mehr handlungfähig, sondern nur noch in Schockstarre.

Ich will nicht bagatellisieren, was anderswo Schlimmes passiert. Ich sage auch nicht, dass es wichtiger oder weniger wichtig ist als eine Tat, die in der Nähe stattfindet. Mir tun die Opfer leid und oftmals die Täter ebenso, egal, wo die Tat passiert ist, aber je näher sie mir räumlich und emotional ist, desto mehr fühle ich mit und ich sehe nicht ein, warum ich mich dafür entschuldigen müsste.
Seien wir ehrlich - die Menschen in Syrien, Beirut oder Bagdad sind von "ihren" Anschlägen vermutlich auch viel erschütterter als von jenen in Paris.
Soll man ihnen daraus einen Vorwurf machen?
Unterschiedliche emotionale Verflechtungen verursachen unterschiedliche Reaktionen. Daran ist nichts Verachtenswertes.

Liebe Mitmenschen, haltet eure Herzen offen für jene, denen Schlimmes widerfährt, egal, wo sie sind. Aber wer von was mehr oder weniger betroffen ist, das ist eine persönliche Entscheidung, die nicht vor Dritten gerechfertigt werden muss, wie ich finde, und darüber zu streiten, führt nur zu noch mehr Missverständnissen, noch mehr Aggression und noch mehr Aversion.
Und wem soll das helfen?

Samstag, 14. November 2015

Ein finsterer Abend in der Stadt der Lichter


Die aktuellen Nachrichten aus Paris machen mich in einem solchen Maße fassungslos, dass mir die Worte ausgehen, denn was man im Angesicht solches Grauens sagen kann, das klingt zumeist schal und künstlich - wo das Furchtbare uns so abrupt ins Gesicht lacht, bleibt letztlich nur Schweigen und Schmerz.
Ich möchte einfach nur weinen, wenn ich mir die Angst der Opfer vorstelle, das Entsetzen im Augenblick der Erkenntnis und diese ganze große Sinnlosigkeit, Gewalt, die immer nur zur mehr Gewalt führt und letztendlich doch auf allen Seiten nur Opfer zurück lässt.
Ach, Menschheit - wäre es so schwer, wenn wir alle einfach versuchen, miteinander auszukommen???

Freitag, 5. Juni 2015

Grüne Daumen und andere Finger

Der geneigte Leser richte seinen Blick nun bitte auf diesen Ginkgo:
Ein schönes Kerlchen, nicht wahr? Ein gesunder, hübscher Bonsai in bestem Zustand?
Nun, ich gestehe - ich hatte ihn bereits zu einem frühen Tod verurteilt. Nach dem Winter hielt ich ihn für vertrocknet und hatte ihn bereits dem Kompost versprochen. Ich hatte nicht mit Mutter Fuchsi gerechnet. 
Die zwar eigentlich nichts übrig hat für Bonsais, aber gegen ihren legendären grünen Daumen nicht ankommt und somit den scheinbar vertrockneten Baum meinen Unheil bringenden Klauen entriss, ihm einen Pflegeschnitt verpasste und dann für zwei Wochen in's Wasserbad steckte.
Und nun das Wunder! Der "vertrocknete" Baum begann zu treiben. Erst wurden zaghaft die Knospen grün, dann bildeten sich erste Blättchen und mittlerweile sieht das treulose Ding besser aus als an dem Tag, an dem ich es gekauft habe...
Ich muss es gestehen: 
Sie kann das besser als ich. Viel besser.
Deshalb heute einfach nur großes Lob an Mutter Fuchsi. Von mir und dem Bäumchen!

Dienstag, 26. Mai 2015

Mit Technik gegen den Nervenzusammenbruch

Dieser Post erfüllt einen Doppeleffekt. Zum einen markiert er eine schier unglaubliche technische Neuerung - ich verfasse ihn mit einem Smartphone. Ja, ganz richtig, liebe Leser, ich, Fuchsi habe als letzter Mensch meiner Generation nunmehr ein Smartphone und nach dem ich dem Thema jahrelang verächtlich gegenüber stand, benutze ich es nun nicht nur, sondern finde es sogar leidlich amüsant. Fuchsi im 21. Jahrhundert. Der Wahnsinn.

Zum anderen dient der Post und meine Eloge über die technischen Wunder unserer Zeit auch als Ersatz für das "Ich bin ein Gänseblümchen"-Mantra und soll verhindern, dass ich Mafia-Kontakte reaktiviere, pardon, ich meinte natürlich knüpfe, um sodann einem bestimmten Dienstleister die Beine brechen zu lassen. Also, Brustbein, Schädelbein und ähnliches.
Aber nein, ich bin freundlich. Ich liebe meine Feinde und tue niemandem weh.
Stattdessen tippe ich in ein Smartphone, was deutlich unkomfortabler ist als eine Tastatur, aber mich ablenkt.
Technik rettet Leben.
Ich hab's immer gewusst.

Freitag, 1. Mai 2015

Willkommen im Mai!

Wer sagt eigentlich dass Frauen nicht einparken können? 
(Bild von hier)

Na? Alle die Walpurgisnacht gut überstanden?
Ich persönlich war zu Hause und faul - hatte ein bisschen Sorge, dass die viele Zugluft die man abkriegt, wenn man nackt auf einem Berggipfel tanzt, meiner gerade ausklingenden Grippe nicht sooo gut tun würde; aber es gibt ja immer ein nächstes Jahr.
Ich hoffe, der Rest der Welt hatte Spaß und ist heil im Mai angekommen - der bittegerne etwas weniger nass und grau weitergehen darf als er anfängt. So oder so - wenn man an all die verregneten Maibaum-Feiern denkt, blutet einem als Bayerin doch ein bisschen das Herz!
Nichtsdestoweniger freue ich mich heute Abend auf den ersten Spargel des Jahres und wünsche allen Lesern einen frohen Wonnemonat!

Donnerstag, 23. April 2015

Rein rechtlich gesehen...

 

Nachdem einer meiner Lieblingsblogger und potentieller Verlobter in spe sich gerade über Post und Kosten zu dem Internet-weit-beliebten Thema Urheberrechtsverletzung oder auch "Fuchs, du hast mein Bild gestohlen, jetzt gib viel Geld her" freuen darf, grabe ich doch mal einen meiner Cartoons aus grauen Vorzeiten aus, der gerade so schön dazu passt.
Traurig aber wahr: "Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Dinge.", diese weisen Worte sagte mir mal ein Anwalt und das erklärt meiner bescheidenen Meinung nach schon so einiges.
Und ehe jetzt jemand versucht, etwas in meine Worte zu legen, was nicht drinsteht:  Ich bin durchaus der Meinung, dass (insbesondere) auch künstlerische Arbeit, wozu ich Fotographie, Malerei, Zeichnungen etc. ausdrücklich zähle, honoriert werden sollte - nur die Angemessenheit sollte doch gewahrt bleiben.
Aber das ist mal wieder ein Thema, über das sich trefflich streiten ließe und dazu bin ich heute zu müde. In diesem Sinne: Seid lieb zueinander, das schadet nie.

Freitag, 17. April 2015

G/Krass - ganz unten

(Bild von hier)

Ich bin noch nicht ganz fertig mit dem Thema Grass. Gezwungenermaßen.
Ehe ich nun aber davon erzähle, würde es mich sehr freuen, wenn mir zumindest einige Leser bestätigen können, dass sie verstehen, warum ich bei dem Thema das Bild einer Ratte zeige. Oder eines "Fisches"...
Also, literarisch gebildete Leser schreien "HIER!!!", der Rest genießt den folgenden Dialog einfach so. ;)
(Und nein, ich bin kein Literatur-Snob. Wie man sieht, bin ich auch mit gänzlich unbelesenen Menschen befreundet! Auch nach diesem Gespräch noch!)

Aber zum Thema: Ein Freund von mir, wir wollen ihn im Folgenden zu seinem eigenen Schutz und weil mir entgegen anders lautender Gerüchte nicht daran gelegen ist, meine Freunde bloß zu stellen, NnbF (Nicht näher bezeichneter Freund) nennen, ist bei mir und liest meinen Blog-Nachruf auf Günter Grass. Er ist noch nicht weit gekommen, da stutzt er, sieht mich nachdenklich an und spricht die folgenden, schauderhaften Worte:

NnbF: Hey, eine Scholle!
Fuchsi: Naja, ein Butt. Du weißt schon...
NnbF: Ein Butt???
Fuchsi: Ja, wegen Grass halt.Orginaliät lass nach und so.
NnbF: Ein Butt.
Fuchsi: Wegen Gra-hass!! "Der Butt"? Schon mal gehört?
NnbF: Aha. Ja, wenn du meinst... Ich muss jetzt doch fragen... Grass...? Ist das der, der auch "Ganz unten" gemacht hat?
Fuchsi: Bitte???
NnbF: Na, diesen Film, nein... nicht Film, Reportage-Ding halt.
Fuchsi (entsetzt): Du meinst Günter Wallraff...
NnbF: Wallraff! Genau! Also hat der das nicht gemacht?
Fuchsi (leicht angeekelt): Grass. "Ganz unten"... Nein. Hat er nicht...
NnbF:  Ja, dann. Ist aber auch so ein Autor.
Fuchsi: Günter Wallraff ist kein Autor im literarischen Sinne!!!
NnbF: Ist das deine Meinung oder die der Germanistik?
Fuchsi: Beides.
NnbF: Den musste ich aber in der Schule lesen. Von dem Grass kenn ich dann nichts. Hat der nicht auch so 'nen Bart? Da kann man die doch mal verwechseln!
Fuchsi (resigniert): Falls du meinen Gesichtsausdruck deuten willst - das ist "angewidert". Und dass du so gut im Bett bist, hast du mir auch noch nie erzählt...

Donnerstag, 16. April 2015

Herzlichen Glückwunsch

 (Bild von hier)

...und alles Gute zum 88. Geburtstag unserem Papa emeritus. Mögen ihm noch viele, glückliche Tage vergönnt sein!

Dienstag, 14. April 2015

Erinnern heißt auswählen - Zum Tod von Günter Grass


Mein Verhältnis (und ich als Germanistin darf das eigentlich kaum sagen) zu Günter Grass war nie das Beste.
Dies ist wohl dem Deutschunterricht anzulasten, der sich damals und an "meiner" Schule in so hohem Maße der Aufarbeitung des 3. Reichs und einer Prävention eventueller Wiederholungen widmete, dass er jedwede geeignete Literatur wie eine Keule schwang; die "Blechtrommel" war eine davon.
Wir lasen das Buch, dann sahen wir auch noch den Film und wir besprachen, besprachen, besprachen auf Basis der vorgelieferten Sichtweise meiner damaligen Lehrerin, (einer Sichtweise übrigens, die keinesfalls zu diskutieren oder gar anzuzweifeln war), das Werk, wir besprachen es immer wieder in Kreisen und endlosen Wiederholungen, und als der Stoff dann endlich ad acta gelegt wurde, tat ich mit Grass das selbe.
Ich hatte einfach so genug von dem Thema als solchem, dem Roman im speziellen, der Art der Grass'schen Prosa, seiner ach-so-bildhaften Sprache und seiner oh-wie-grotesken Bilder...
Ich war es leid.

Diese innere Aversion wurde ich nie mehr los.

Ich nahm Grass zur Kenntnis, ich las ihn sogar hin und wieder, ich kann und konnte seine Leistungen schätzen und seine Bedeutung für die deutsche (Nachkriegs-) Literatur würdigen und als er 1999 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet wurde, hat mich das für ihn und für die deutsche Literatur gefreut.
Aber berührt hat er mich nie.
Seine Werke lese ich, wenn ich sie denn lese, zumeist mit Interesse, die vielen intelligenten Dinge, die er gesagt hat, ringen mir Anerkennung ab und manchmal bringen sie mich zum Schmunzeln oder zum Kopfschütteln, ich habe über Kontroverses, das er von sich gegeben hat, nachgedacht und diskutiert und das sogar gerne, aber all das geschieht ohne Feuer, all das bleibt letztendlich kühl und das ist irgendwie ein wenig bedauerlich, denn sicher war er einer der Großen der deutschen Literatur, aber dennoch - sein Werk berührt mich einfach nicht und das erweckt in mir nun, da er tot ist, ein vages Schuldgefühl. Eine obskure Art von "nihil nisi bene" wohl.
Nun werde ich wohl, um dies zu bekämpfen, doch noch einmal die "Blechtrommel" lesen müssen. Vielleicht geht es dieses Mal ja besser, so manches Stück Literatur braucht schließlich Jahre, bis man es schätzen lernt.

Nun könnte man nach all diesen Worten sicherlich zitatorisch fragen, "Was nützt ein Dementi des Giftes, wenn es schon wirkt", aber ich wünsche Günter Grass, obgleich ich nie für ihn brannte, doch einen leichten Weg und dass er in Frieden ruhen möge. Die literarische Welt ist definitiv ein Stück leerer geworden ohne ihn.

Mittwoch, 8. April 2015

Mucho-Macho-Muttermund: Der mexikanische Massenmörder



Langjährige Leser dürfen frohlocken, neue Leser ehrfürchtig staunen: Es ist mal wieder Zeit für eine neue Runde Muttermund!

Das Setting heute: Eine gute Bekannte der Familie muss sich in den nächsten Tagen einer mehrfachen Bypass-OP bei geöffnetem Brustkorb unterziehen. Ein Thema, das Anlass für allerlei Überlegungen bietet!

Mutter Fuchsi: Mir graust's ja, wenn ich mir vorstelle, dass sie einem den Brustkorb aufsägen...
Fuchsi: Tjaaa... Nicht gerade das Schönste...
Mutter Fuchsi: Wie beim Fleischer... Mit der Kreissäge...
Fuchsi: Die haben schon spezielle Knochensägen.
Mutter Fuchsi: Ist auch nichts anderes, nur ein bisschen kleiner.
Fuchsi: Naja, sieht mehr aus wie eine Flex, also, schon ein bisschen was anderes!
Mutter Fuchsi: Ich find's widerlich. Stell dir das mal vor! Du liegst da und dann kommt einer mit der Säge und schneidet dir den Brustkorb auf!
Fuchsi: Man kriegt das nicht so wirklich mit, Narkose sei Dank...
Mutter Fuchsi: Mit der Säge! Das ist wie bei den mexikanischen Massenmördern!
Fuchsi: Bitte???
Mutter Fuchsi: Mexikanische Massenmörder! Die machen das auch so!
Fuchsi: Mexikanische Massenmörder??? Was guckst du denn bitte für Filme, wenn ich nicht da bin?
Mutter Fuchsi: Das war in einer Doku!
Fuchsi (kichert): "Texas Chain Saw Massacre" ist keine Doku!
Mutter Fuchsi: Das war eine Doku!
Fuchsi (gackert): Tele 5 um 23.45 Uhr: "Mexikanische Massen-Meuchler greifen an"?
Mutter Fuchsi: Schmarrn! Da ging's um Drogenbanden in Mexiko, die haben eigene Massenmörder für ihre Bandenkriege und manche von denen haben als Spezialität Kreissägen!
Fuchsi: Kreissägen. Wirklich.
Mutter Fuchsi: Jaaa!!!
Fuchsi (kann kaum noch sprechen vor Lachen): Ich seh's vor mir: Da kommt der mexikanische Massenmörder, Sombrero auf dem Kopf, Mordlust in der Augen und zerrt einen Tisch mit einer Kreissäge hinter sich her!
Mutter Fuchsi: Nein, die trägt er in der Hand! Was du wieder redest!
Fuchsi (prustet): "Mexikanischer Bodybuilding-Massen-Meuchler greift an"!
Mutter Fuchsi: Ich find das nicht so lustig!!!
Fuchsi: Mutsch... Du meinst eine Kettensäge. Wie deine kleine für die Gartenarbeit, nur in groß. Eine Kreissäge ist das runde Sägeblatt, das fest mit einer Unterlage verbunden ist.
Mutter Fuchsi: Ach, stimmt. Ja, dann halt Kettensäge! Darum geht's doch gar nicht!
Fuchsi: Also, es gibt aber schon einen kleinen Unterschied zwischen einer Kettensäge und einer Knochensäge...
Mutter Fuchsi: Ist aber beides widerlich man's in den Brustkorb gerammt bekommt!
Fuchsi: Ich bin so froh, dass du nicht Chirurgin geworden bist...
Mutter Fuchsi: Wieso? Ich könnte das schon machen! Ich bin Jäger, da weiß man, wie man einen Brustkorb aufbekommt, ich hab das schon oft gemacht!
Fuchsi: Ich weiß......
Mutter Fuchsi: Das ist eh mehr so knorpelig in der Mitte, ich hab immer eine Astschere genommen, das geht gut.
Fuchsi: Ja, aber wenn du mit der Astschere ankommst, schmeißen sie dich echt aus dem OP...
Mutter Fuchsi: Ich sag ja nur, dass ich weiß, wie das geht.
Fuchsi: Wie beruhigend...
Mutter Fuchsi: Schnipp Schnapp... Oder man sticht mit einem großen Messer in's Brustbein und bricht es auf.
Fuchsi: Ich hab's verstanden. Du wärst ein prima mexikanischer Massenmörder geworden.
Mutter Fuchsi: Oder Chirurg.

Sonntag, 5. April 2015

Frohe Ostern!

Allen Lesern und den vielen lieben Menschen da draußen ein wunderschönes und gesegnetes Osterfest!

Ich verbringe das meine zwar weiterhin mit der Grippe anstatt meinen Liebsten, aber es ist ein schöner, meist sonniger Tag, die ersten Tulpen blühen und wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich...
oh Moment.
Jetzt schneit es...
Naja.
Trotzdem.
Lasst es euch nicht verdriesen, genießt diesen wundervollen, hoffnungsfrohen Ostertag und seid glücklich, welchen Festriten ihr heute auch folgen mögt.
Ich erinnere dabei gerne an das Wort eines meiner Theologie-Professoren, der da sagte:
"Wie könnte man keine Freude finden an dem Gedanken, dass ein wuscheliges Häschen einem bunte Eier in den Garten bringt? Das ist doch ein herrlicher Gedanke, ich kann also nichts Falsches an dieser Geschichte finden."

In diesem Sinne: Ein frohes Ostern uns allen!

Donnerstag, 2. April 2015

Prioritäten

Liebes Tagebuch,

heute musste ich eine Viertelstunde lang nur mit einem T-Shirt bekleidet bei 4° C und Sturm im Regen durch den Garten rennen, um ein Eichhörnchen und sein Junges (sie zogen um, da ihr Nest von dem Sturm verweht worden ist) vor einer Krähe zu beschützen, die das Baby wohl mit ihrem Frühstück verwechselte.

Den Eichhörnchen geht's gut, aber unverständlicherweise wird meine Grippe nicht besser; das Fieber ist sogar wieder gestiegen.
Seltsam...

Montag, 30. März 2015

Wäre ich ein Mann, müsste ich jetzt sterben


Deutschland atmet auf - die Grippewelle flaut endlich ab.
Wer nimmt noch mal schnell ein paar Viren mit, ehe es zu spät ist?
Genau.
Ich.
Und dabei hasse ich es, krank zu sein!
Ich besitze einfach nicht diese nonchalante Art des männlichen Geschlechts, mich laut jammernd mit einigen elektronischen Spielzeugen in's Bett zu verziehen und mich bemuttern zu lassen. Mich nervt das. Ich kann die ganze Zeit nur daran denken, was ich jetzt eigentlich erledigen müsste und wie sehr das krank sein meine Pläne ruiniert und geeignete elektronische Spielzeuge besitze ich erst gar nicht.
Also bin ich unleidig, was die ganze Sache nur noch nervtötender macht.
Zwar wäre Mutter Fuchsi äußerst gern bereit, mich adäquat zu bemuttern und hat auch bereits damit begonnen, mich mit ihrer hausgemachten Hühnersuppe zu füttern, da sie aber ferner die Angewohnheit hat, derartige Gelegenheiten zu einer genauen Inspektion meiner Wohnung inklusive Klagen und Verbesserungsvorschlägen über Sauberkeits- und Organisationsgrad, sowie nützlicher Anmerkungen und ausschweifender Vorträge über meine Schlafgarderobe und die Notwendigkeit eines Schals bzw. warmer Hausschuhe zu nutzen, ist der Erholungseffekt für mich eher gering.
Mal im Ernst - 39,5° C Fieber und dazu ein Referat über Daunendecken?
Da weiß man doch nicht, ob man sich noch in der Realität befindet oder schon im Fieberwahn!
Bleibt also nichts übrig, als mit krächzender Stimme die Symptome runterzuspielen und im stillen Kämmerlein zu leiden.
Das ist wirklich einer der Momente, wo das starke Geschlecht es besser hat...

Samstag, 28. März 2015

"Jenny Jürgens gegen Franz Josef Wagner" oder "Meinungsfreiheit ist ein ekles Ding"

Gestern erreichte mich per Email der Aufruf, doch bitteschön die Petition von Jenny Jürgens (der Tochter von Udo Jürgens, wie explizit und im Fettdruck erwähnt wird, weil solche Verwandschaftsgrade den Worten eines Menschen natürlich augenblicklich ein besonderes Gewicht verleihen, von der damit zementierten herausragenden Bedeutung der Person ganz zu schweigen...) zu unterschreiben, mit welcher sie eine Absetzung der Kolumne "Post von Wagner" in der Bild-Zeitung fordert.
Sie hat dafür natürlich auch einen wunderbar aktuellen Grund - sie sieht nämlich durch seinen Kommentar zum Absturz der Germanwings-Maschine am Montag eine "Grenze erreicht. Diese Grenze nennt sich Würde!"
Um wessen Würde es dabei exakt gehen soll, wird nicht weiter ausgeführt, das ist aber anscheinend auch nicht nötig, denn "Diese Grenze zieht sich durch jedes kluge und human empfindende Herz."
Aha.

Schnell wird deutlich, dass sich Frau Jürgens ganz grundsätzlich von eben jener Kolumne gestört fühlt ("Lange genug mussten wir die verbalen Ergüsse des Franz Josef Wagner über uns ergehen lassen. Egal ob Bild Zeitung Leser oder nicht. Es gab kein Entrinnen.") und man könnte nun eventuell argwöhnen, dass sie hier einen günstigen Moment sieht, um Unterstützer für diesen grundlegenden Unmut und die daraus resultierende Sendung um sich zu scharen, denn im Angesicht von Katastrophen engagiert sich der Mensch ja gerne, am einfachsten durch seinen Namen auf einer Liste, das nimmt nicht viel Zeit in Anspruch...
Aber das wäre zynisch.
Ich kann nur für mich festhalten, dass ich bis zu eben jenem Aufruf weder von der Kolumne noch von der Existenz des Herrn Wagner überhaupt wusste, es gibt also anscheinend doch ein Entrinnen vor seinen Aussagen, aber das nur am Rande.

Nichtsdestoweniger, ich war nach all den vollmundigen Anklagen ein wenig neugierig geworden auf jene Zeilen, von denen es da hieß, sie seien "pietätlos und dumm und haben mit seriösem Journalismus nichts mehr zu tun".
Ich erwartete Geschmacksloses, aber ich muss gestehen - ich wurde enttäuscht.
Denn in jenem kurzen Textlein, einer Kolumne eben, einer persönlichen (Meinungs-)Äußerung des Autors und keiner anspruchsvollen, dem Objektivismus verschriebenen, journalistischen Berichterstattung, erschloss sich mir unsensiblem Geschöpf jenes Grauen einfach nicht, dass Frau Jürgens und ihre mittlerweile über 30.000 Unterstützer gepackt hatte. Es war nur ein kleines Stück Text, eine kleine, persönliche Verarbeitung eines schrecklich großen Grauens in kurzen, schlichten und durchaus betroffen wirkenden Worten. Herr Wagner hatte (wie es der Titel seiner Kolumne ja vorgibt), einen Brief verfasst, in diesem Falle an die Absturz-Opfer und für mich wirkte er nicht pietätlos und dumm, sondern einfach erschüttert und ein wenig überfordert davon, dieses Thema des Tages in Worte zu fassen.

Nun muss ich gestehen, ich bin keine Bild-Leserin und ich bin kein Fan von Herrn Wagner, letzteren "kenne" ich wie gesagt erst seit gestern Abend, erstere nur von der Schlagzeilen, die einem auf dem Weg zur U-Bahn oder am Kiosk anspringen. Aber ich bin noch immer ein großer Fan der Meinungsfreiheit und als solcher regt mich diese Petition auf, denn sie ist einmal mehr ein schönes Beispiel für die immer weiter um sich greifende Attitüde, dass "Meinungsfreiheit" nur denjenigen zusteht, die der gleichen Meinung sind wie man selbst, alle anderen werden gnadenlos zum Abschuss freigegeben.
Der Kollege hat die falsche Gesinnung? Wird in Zukunft gnadenlos ignoriert, mit solchem Pack gibt man sich nicht ab. Aber selbstverständlich müssen andere Kollegen umgehend informiert werden, dass man ja niiie gedacht hätte, dass der Herr X. so einer sei...
Der Facebook-Freund hat ein Bildchen geteilt, dass einem missfällt? Sofort den Kontakt löschen, er ist offensichtlich ein schlechter Mensch. Umgehend darauf teilt man selbst Bilder, um sich von dergestalten Verhaltensweisen abzugrenzen und weist darauf hin, dass man mit jenem ehemaligen Freund nichts mehr zu tun haben will, die Allgemeinheit muss schließlich von seinem Makel erfahren.
Einem völlig unbekannte Menschen äußern sich in der eigenen Meinung widersprechender Weise? Auf zur Gegendemo und niederschreien, den Mob, niemand soll ihre Aussagen hören können, widersprüchliche oder gar kontroverse Ansichten gehören schließlich unter Verschluss...
Ach, man könnte noch ein Weilchen so weitermachen, aber ich denke, das Bild wird klar.

Gestern waren noch alle Charlie und fühlten sich so schrecklich solidarisch mit jenen Märtyrern der Meinungsfreiheit, heute wird danach geschrieen, einem anderen Journalisten den Job wegzunehmen, weil seine Äußerungen zu zynisch seien.
Die Ironie kann man wirklich mit dem Messer schneiden.

Freitag, 27. März 2015

8 Minuten lang


Mir tut die Seele weh, wenn ich an die letzten Minuten in Flug 4U9525 denke.
8 Minuten sind unendlich lang, wenn man weiß/ahnt/begreift, was an ihrem Ende geschehen wird.

Ich finde es sehr nett, dass sich Presse und Sprecher der Lufthansa momentan dergestalt äußern, dass die Passagiere erst "im letzten Moment" realisiert haben sollen, was geschieht; das ist tröstlicher Gedanke, an dem man sich ein wenig fest halten kann. Es aber so wirklich zu glauben, das fällt mir schwer.
Zumal: Was bedeutet "im letzten Moment"?
4 Minuten vorher?
1 Minute?
Auch eine Minute wird elend lang in Todesangst.

Seit alles danach aussieht, als habe der Co-Pilot das Flugzeug vorsätzlich gegen die Felswand gelenkt, rufen mich viele Freunde und Bekannte an und bitten um Erklärungen: Was geht in einem Menschen vor, der so etwas tut? Wie kann man das nur machen? Was denkt sich so jemand?
Als Psychologin, noch dazu als eine, die jahrelang mit Selbstmördern gearbeitet hat, müsste ich das doch wissen, glauben sie.
Aber ich weiß es nicht.
Jeder Selbstmord ist anders, jeder Mensch ist anders, kein Motiv gleicht dem anderen.
Man sieht den Menschen nicht hinter die Stirn.
Ein Selbstmörder kann lachen, scherzen, plaudern und völlig normal sein und 5 Minuten später springt er vor einen Zug.
Die Absicht, das eigene Leben zu beenden, verursacht keinen charakteristischen Ausschlag wie Masern oder Röteln, sie färbt die Haut nicht, muss nichts in der Mimik fremd machen und kann das Verhalten scheinbar unbehelligt lassen. Man sieht es jemandem nicht an, das ist einer der Punkte, der es so erschreckend macht, der andere ist, dass wir Menschen immerzu verstehen möchten und stoßen wir an etwas, das sich uns nicht erschließt, ist das erschreckend und beunruhigend und entwickelt einen Sog, der die Gedanken nicht mehr loslässt.

Was hat diesen jungen Mann dazu getrieben?
Ich könnte mir hundert mögliche und schlüssige Szenarien ausdenken, aber Fakt bleibt: Ich weiß es nicht.
Ich hoffe von Herzen, dass sich doch noch irgendwo ein Abschiedsbrief oder eine andere Art der Erklärung finden wird, denn Erklärungen machen es leichter für die Hinterbliebenen, Ungewissheit ist ein Krebsgeschwür.
Das "Warum" kann noch so verstörend, scheinbar absurd und belanglos sein - einen Grund zu kennen, hilft dabei, in irgendeiner Form seinen Frieden zu machen und irgendwann abschließen zu können.

Mein ganzes Mitgefühl gilt heute den Angehörigen der Opfer dieser schrecklichen Tragödie und den 150 armen Seelen, die so plötzlich aus dieser Welt gerissen wurden. Mögen sie ihren Frieden finden.

Montag, 23. März 2015

Lebt denn eigentlich Fuchsi noch?

Diese Frage kann erschütternd einfach (und mit einem Schlager) beantwortet werden:
JA, sie lebt noch.
Und sie hat euch auch nicht vergessen.
Sie ist lediglich das Opfer böswilliger Nachbarn, Netzbetreiber und Paketversender.

Und um nun endlich das manirierte Schreiben in der dritten Person zu beenden:
Ich lebe noch.
Es wird mir nur von mehreren Seiten schwer gemacht, meinen Neujahrsvorsatz nach mehr Aktivität im Blog wahr zu machen. Von den Nachbarn, die mein Telefon- / Internet-Kabel gekappt haben, vom Netzbetreiber, der dieses Problem nicht in den Griff bekommt und vom Postversand, der meine Adresse nicht findet...
Ich bin für 2015 quasi ein wenig verflucht.

Nicht neu, aber lästig...

Aber ich lebe noch.
Und das für sich ist ja eigentlich ganz schön.

Samstag, 31. Januar 2015

Schöner sterben


Donnerstags nun also die Beerdigung, eine knappe Woche nach dem Todesfall, zwei Tage, nachdem die Tochter der Verstorbenen eine Frühgeburt erlitten hat, genau einen Tag nach dem Geburtstag des frischgebackenes Witwers...
Es ist einer dieser Tage, die so schwer sind, dass sie wie Blei auf den Schultern liegen.

So sehr man Hoffnung hat und Vertrauen, dass es weitergehen wird, dass sie nun erlöst wird, ich finde Beerdigungen oftmals schwer zu ertragen.

Oh, es gibt da rühmliche, wunderbare Ausnahmen; Beerdigungen, die trösten, die Hoffnung schenken, die Kraft geben und den Zurückbleibenden Halt - aber diese hier war keine davon.
Dafür war die Geschichte des Todesfalls zu tragisch, das Leid der nächsten Angehörigen zu allgegenwärtig und leider tat auch noch der Priester sein Übriges, um den Tag schwerer zu machen.
Man mag mich nun kleinkariert nennen, aber wenn ein katholischer Gottesdienst begonnen wird mit den Worten: "Ich begrüße Sie alle ganz herzlich zur Beerdigung von Frau A.", dann läuft irgend etwas von Grund auf schief.
Nicht nur, weil dieser Anfang jede liturgische Vorgabe ignoriert - was ich weiß Gott schon ärgerlich genug fände - sondern auch und besonders, weil es so dermaßen unpassend, schlecht formuliert und geradezu dümmlich ist, dass mir fast die Worte fehlen.
"Ich begrüße Sie alle ganz herzlich..."
Ich meine - im Ernst???
So kann man ja vielleicht die Jahreshauptversammlung des Karnickelzüchterbundes (sic) beginnen oder von mir aus auch die jüngste Aufführung der Kindergarten-Schauspieltruppe, aber eine heilige Seelenmesse? Eine Beisetzung? Spürt man nicht irgendwie, dass diese Formulierung ein wenig SELTSAM klingt?

Naja, unser mitfühlender Priester ließ sich davon nicht verdrießen. Sein Ton passte zum launigen Einstieg, er wirkte gelöst, heiter fast, tröstlich waren weder seine Worte noch seine Intonation, dafür eilte er in einem Tempo durch die Messe, dass einem schwindelig hätte werden können. Schuldbekenntnis, Kyrie und Glorie entfiehlen ersatzlos, Hallelujah und Glaubensbekenntnis ebenso und das Agnus Dei scheint ja ohnehin außer Mode gekommen zu sein... 
Das Sanctus wurde von einem Akkordeonspieler im Alleingang intoniert, einige Gemeindemitgleider versuchten vorsichtig mitzusingen, aber es war eine kreative Fassung, so dass alle schnell wieder kapitulierten. Dafür gab es dann einige skurile Fürbitten, die mehr um Tagespolitik als um Trauer kreisten und natürlich eine gar wundervolle Predigt, nämlich einen stichpunktartigen Abriss des Lebens der Verstorbenen in fünf, in Worten FÜNF Sätzen. Ich habe sie gezählt.
Geboren, Schule, noch eine Schule, geheiratet, Eltern gepflegt, Kinder bekommen, Krebs bekommen, gestorben.
Es war sehr rührend.....

Mitten im Schlusssegen fiel dem Pfarrer dann ein, dass ja noch Nachrufe gehalten werden sollten, er unterbrach also mit den Worten: "Ach, jetzt kommt, glaube ich, noch ein Nachruf, Sie können sich wieder setzen.", was wir dann mangels Alternativen auch alle taten.

Ich muss vielleicht zur Erhellung dieser "Messe" ausführen, dass sie beileibe nicht in einer streng atheistischen Gegend im Beisein einer Handvoll Gelegenheitsgläubiger stattfand - nein, wir befanden uns mitten im Herzen von Oberbayern, in einer sehr katholischen Kleinstadt, in einer großen, wunderschönen Barockkirche, welche übervoll besetzt war mit rund 400 Menschen, die fast ausnahmslos gewusst hätten, was zu tun ist, wenn man sie denn hätte tun lassen. Bei den wenigen Gelegenheiten, bei denen die Gemeinde dann doch etwas sagen durfte, schallten dem Priester die Antworten und Gebete aus 400 Kehlen wie aus einem Mund entgegen, aber während unser örtlicher Münchner Pfarrer wahrscheinlich vor überschäumender Freude ob dieses ungewohnten Erlebens in seliger Ekstase darniedergesunken wäre, ließ es diesen kalt, ja, er schien es fast ein wenig störend zu finden, vielleicht hielt er die Sache deshalb kurz, vielleicht stand auch schon zu Hause der Schweinsbraten bereit, wir werden es nie erfahren.

Am Grab wurde es dann ähnlich innig, nach der Aussegnung in der Leichenhalle war die Sache schnell beendet. Eher flott als geschickt wurde die liebe Verstorbene in die Grube befördert, der Sarg dabei so heftig gekippt und gestürzt, dass das Kopfkino bezüglich seiner Insassin beklagenswert graphisch wurde und dann gab es noch Weihwasser, Erde und Weihrauch im Eiltempo hinterher und schon empfahl sich der Herr Pfarrer und ließ die Trauergemeinde ohne ein weiteres Wort am offenen Grab zurück, es war ja auch schon nach 12.30 Uhr und der Schweinsbraten...
Ach, lassen wir das.

Die liebe Leserschaft möge mich nicht falsch verstehen - lustig finde ich das alles eigentlich gar nicht, aber wenn man sich keinen Galgenhumor bewahrt, was soll man dann noch tun?
Natürlich keimte in mir mehrfach die Frage auf, ob denn ein Anspringen des Priesters unter Ausstoß unartikulierter Wutschreie noch durch die neue päpstliche Regel bezüglich verständlicher Gewalt gegen deinen Nächsten abgedeckt sei, ich habe mich dann aber doch aus Rücksicht auf die nächsten Angehörigen und aufgrund allgemeinen Respekts dagegen entschieden.
Ich werde allerdings diese Geschichte zukünftig ins Feld führen, wenn mir mal wieder jemand vorwirft, ich sei ungeduldig und aufbrausend...

Mittwoch, 28. Januar 2015

Zum Jahresanfang ein Abschied


Eine sehr liebe Freundin hat am vergangenen Freitag den Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs verloren.
Fast ein Jahr ist vergangen seit ihrer schrecklichen Diagnose, ein Jahr voller Operationen, Chemotherapie, voller Fortschritte und Rückschläge, stets zwischen Hoffnung und Verzweiflung, sie selbst nannte es "das schlimmste Jahr ihres Lebens".
Von Herzen hätte ich ihr ein schöneres letztes Jahr gewünscht, einen leichteren Abschied, aber es sollte wohl nicht sein, wie ihr ganzes Leben war auch der letzte Weg nicht leicht.

Ich hoffe sehr, dass nun alles gut wird für sie, dass sie Frieden findet und Erlösung und Trost von allem, was sie die letzten Monate noch besorgt und belastet hat.
Vielleicht, hoffentlich! darf sie es nun etwas leichter haben.

Freitag, 23. Januar 2015

Bunny-Gate Teil 2


Wenn ich heute lese, dass Papst Franziskus "betrübt und überrascht" ist, wie sehr doch mit seinem Karnickel-Vergleich einmal mehr missverstanden worden ist, dann fallen mir eigentlich nur zwei Dinge ein:

1. Der wohlgemeinte Rat: Erst nachdenken, dann reden.
2. Das obige Bild.

In diesem Sinne, kommt gut in's Wochenende und seid nett zu Häschen!

Donnerstag, 22. Januar 2015

Papst Franziksus kurz vorm Bunny-Gate



Unser aller Lieblingspapst schlägt wieder zu - auf dem Rückweg seiner Asienreise informierte Papst Franziskus nun also die staundende Menschheit, dass sich Katholiken nicht wie die Karnickel vermehren müssen.
Na, da sind wir doch alle dankbar für diese wichtige Information.

Was mich nun daran stört?
Das selbe wie immer - Doppelmoral, inhärente logische Widersprüche und das Präsentieren von Althergebrachtem als aufregende Neuigkeit.

Nicht nur erzählt er mit der Geschichte von der "verantworteten Elternschaft" einmal mehr nichts Neues (entgegen gängiger Vorurteile sind natürliche Verhütungsmethoden schließlich auch dem Katholiken erlaubt), nein, er konterkarriert auch en passant einen der zentralen Punkte der katholischen Eheschließung - "Sind Sie beide bereit, die Kinder anzunehmen, die Gott Ihnen schenken will?".
Das beantwortet das Ehepaar in spe also künftig am besten mit Aussagen wie "Ja, aber..." , "Unter Umständen", etwas präziser mit "Ja, aber nicht mehr als drei." oder einer ähnlich griffigen Formulierung.
Ich bin guter Hoffnung, dass die nächste Synode, die sich ja Gerüchten zufolge zentral mit dem Thema Sexualität befassen soll, dafür nähere Anhaltspunkte oder am besten gleich neue Antwortvorlagen liefert.

Man kann - insbesondere wenn man kein Katholik ist - zur katholischen Sexualmoral und Ehelehre stehen wie man will. Bei einem Papst, der ja tendenziell doch eher katholisch sein sollte, fände ich allerdings eine klare Linie und eine stringentere Logik deutlich erfreulicher und auch weniger verwirrend für die Zuhörerschaft gleich welcher Konfession.
Außerdem gut gefallen würde mir eine weniger despektierliche Rede gegenüber den eigenen Schäfchen, aber hey - wen verärgert man besser als seine eigenen Leute...

Das einzig Amüsante an der ganzen Geschichte finde ich die verärgerten Reaktionen der deutschen Kaninchenzüchter. Es ist schön, dass auch der für den Vergleich missbrauchten Kreatur eine Stimme geliehen wird - auf entsprechende Stellungnahmen von Seiten PETAs darf man noch gespannt sein.

Ich werde derweil das Gefühl nicht los, dass irgendwo in der ganzen Sache ein Witz lauert, der beginnt mit den Worten "Der Papst, eine Schwangere und ein Kaninchen gehen in eine Bar...".
Wenn ich ihn gefunden habe, gebe ich Bescheid.

Montag, 19. Januar 2015

...while you're busy making other plans


Haltet euch fest, liebe Leser! Ich, eure Fuchsi, werde womöglich bald heiraten!
Na, ist das ein Knaller zum neuen Jahr?
Jaaa?
Ihr wollt Details?
Dazu komme ich gleich, erst muss ich noch ein Wort loswerden zum Thema:

Neujahrsvorsätze.
Erfahrungsgemäß fasst man selbige unter dem Einfluss geistreicher Getränke in der Silvesternacht (ironischerweise wird dann besonders gerne "Weniger trinken", "abnehmen", "das Rauchen aufgeben" genommen, während man sich in einem Zustand fortgeschrittener Trunkenheit und vollgefr*** bis zum Halse mit Fondue, Marzipanschweinen und ähnlichem an der "letzten Zigarette" festhält), erzählt am Neujahrstage noch schwerst verkatert jedem davon, der unglückseligerweise danach fragt, um dann spätestens, allerspätestens am 4. Januar mit einem leisen schlechten Gewissen, aber deutlich überwiegender Erleichterung zu den geliebten schlechten Gewohnheiten zurückzukehren.
Wir kennen alle solche Menschen, im Zweifelsfall vom schuldbewussten Blick in den Spiegel.

Als "Gegenbewegung" trifft man in den letzten Jahren zunehmend Menschen, die einem ungefragt erzählen, ihr Neujahrsvorsatz sei, keine Vorsätze mehr zu fassen. Oftmals kichern sie gewollt selbstironisch über diesen tiefsinnigen Widerspruch und erwarten euphorisches Lob für ihre originellen Pläne.
Herrlich.

Ich persönlich halte es seit vielen Jahren mit dem Vorbild von Hobbes aus dem unsterblichen Comic Calvin und Hobbes und nehme mir jedes Mal wieder das gleiche vor: Mir die menschliche Natur nicht mehr so sehr zu Herzen zu nehmen. Für gewöhnlich scheitere ich ebenso wie Hobbes unverhältnismäßig schnell, aber im Grunde meines Herzens lebt ein optimistischer Kern und so versuche ich es immer wieder.
Abgesehen davon habe ich wenig Pläne, ich lasse mich gleich überraschen, das erspart mir viel in-letzter-Minute-umplanen.
Warum ich das erzähle?
Nun, es ist eine semi-subtile Überleitung zu den neuesten Informationen über meinen bescheidenen Blog hier, denn immerhin für diesen habe ich Neujahrsvorsätze.

Zum einen wurde (ein - vorerst - letztes Mal) der Name modifiziert. Ich meine, das gute, alte "Fuchsis Funnys" hatte weiß Gott ausgedient, dafür gibt es einfach mittlerweile zu wenig Comics und es hat sich auch zu viel in meinem Leben verändert, aber das zwischenzeitliche "Fuchsi beyond Funny" kam mir auf Dauer doch etwas zu negativ vor und außerdem teilte mir der beste Ex-Freund von allen mit, dass er so meinen Blog nicht mehr lesen könne, weil ihn schon der Titel deprimiert und das geht ja nun auch nicht. (Ja, er ist ein bisschen zartbesaitet, aber er hat schlimmere Eigenheiten, dies ist also verzeihlich.)

Nun also "Fuchsis Funnys and beyond". Für mich trifft es das ganz gut und es gibt mir außerdem eine weitere Möglichkeit, meinen Feldzug gegen das Deppen-Apostroph fortzuführen.
Korrekter Genitiv jetzt.

Desweiteren gebe ich - wie der erste Artikel des Jahres anschaulich beweist - meine bislang verhältnismäßig strikte Ablehnung gegen Politik und Tagesgeschehen im Blog auf. Da mich just jenes regelmäßig an der menschlichen Natur verzweifeln lässt, werde ich auch darüber schreiben.
Erschreckend, aber wahr und womöglich produktiv für die Zahl meiner Beiträge.

Zeichnungen gibt es weiterhin, Mutter Fuchsi und ich treiben uns noch immer gegenseitig die Wände hoch und ich bleibe dissoziiert, zynisch und politisch inkorrekt, ich hoffe also, die geneigte Leserschaft bleibt mir gewogen.

Oh, und wovon wollte ich eigentlich erzählen? 
Ach ja, ich werde womöglich demnächst heiraten!!!
Aber nun ist dieser Post schon so lange, dazu also erst im nächsten Beitrag mehr.
Ja, ihr dürft mich jetzt ein bisschen hassen.
Aber so ist sie nun einmal, die menschliche Natur. 
Zum Verzweifeln.
Schon zum Jahresanfang.