Dienstag, 30. Juni 2009

Ich hätt gern...


Was mich ja nervt, ist, wenn sich das Wetter nicht entscheiden kann. Erst macht es tage-, ja, wochenlang auf "Ach, kein Sommer dieses Jahr... Eigentlich ist ja schon Herbst... Guck, ich kann Nebel... Und Nieselregen... Wer braucht Sonne...?"
Und dann auf einmal fällt ihm ein "Ach Gott. JUNI!" und der letzte Tag dieses Monats wird geringfügig überladen. Von jetzt auf gleich ist es heiß. Also in Anbetracht der vielen noch rumhängenden Feuchgtigkeit SCHWÜL. So richtig schwül. Perfektes Migränewetter-schwül. Perfektes "rühr-einen-Finger-und-zerfließe"-schwül...
Mal ganz ehrlich - da fand ich das Herbstwetter der letzten Tage wesentlich erfreulicher!
Aber gut, vielleicht ist das die Trendwende und es folgt Sommer. Schauen wir mal. Falls dem so ist, hätte ich gern die oben im Bild zu sehende Gartenliege. Damit könnte ich dann auch schwül und Hitze ertragen. Aufstellen, Sonnenschirm drüber, ein gutes Buch, ein kühler Cocktail...
Hach...
Schade, dass mir im Moment das Kleingeld fehlt, um so ein Schätzchen anzuschaffen, das würde meinen Sommer extrem versüßen. ;)

Alles neu für die zweite Jahreshälfte


Das halbe Jahr ist so gut wie rum. Bisher hat es hauptsächlich Stress und Ärger gebracht, aber das kennen wir ja langsam.
Damit zumindest in der zweiten Hälfte alles besser wird, hab ich mal damit angefangen, dem Blog ein neues Outfit zu geben - das sah ja aus hier...
Nenene, da war ein bisschen wischen, umräumen, aufräumen, neu streichen und frisch gestalten dringend von Nöten und jetzt gefällt's mir gleich deutlich besser - auf einmal alles so schön persönlich. ^^
Ich denke mal, ob dieses guten Omens kann ab Juli alles nur besser werden.

Noch ein erfreulicher Fakt: Die Umgestaltung lieferte mir einen hervorragenden Grund, eine Zeichnung zum Thema "Französisches Dienstmädchen" anzufertigen - schließlich kann es doch nicht angehen, dass dieser Fetisch hier bislang so grausam vernachlässigt wurde! ;)

Was noch? Ach ja, Rückmeldungen, wie's gefällt, werden gern genommen. Sollte ich beim Umräumen jemanden in den Links vergessen haben, bitte laut schreien. Und ja, das Foto im Header hab ich selbst geschossen. An einem meiner Lieblingsplätze auf der Welt. :)

Montag, 29. Juni 2009

Blue Monday bei Tutanchamun


Manchmal muss man einfach blau machen und sich einen Tag frei nehmen von Sorgen, Problemen und Ärger.
Bei uns war heute mal wieder dieses "manchmal" erreicht - die Ereignisse der letzten Tage und Wochen reichten einfach - und so schnappte ich mir Mutter Fuchsi und den Süßen und fuhr mit ihnen zur Tutanchamun-Ausstellung auf dem Münchner Olympiagelände. Mutter Fuchsi hatte den Ausstellungsbesuch (in Form eines Gutscheins) von mir als Muttertagsgeschenk bekommen und dem Süßen tut ein wenig Abwechslung auch ganz gut - ganz abgesehen davon, dass wir alle drei ein gewisses Faible für's alte Ägypten haben - die Aktion bot sich also an.

Ja, was soll man berichten? Es war leidlich interessant, die Macher haben definitiv eine Menge Mühe auf diese Ausstellung verwendet und sie liefert auch einige nette und durchaus interessante Einblicke in Grab und Ausgrabung, wenn man sich allerdings schon vorher etwas intensiver mit dem Thema Tutanchamun beschäftigt hat, bietet sie nichts wirklich Neues. Trotzdem ist es recht hübsch, all die Grabfunde mal in Originalgröße und Darstellung zu bestaunen. Ich selbst mag zwar lieber Originale, aber beeindruckend ist es auch mit den Repliken und Vieles hatte man sich anhand von Bildern ja doch ganz anders vorgestellt.

Alles in allem verbrachten wir knappe drei Stunden dort, haben viel gesehen und hatten durchaus Spaß und jedem, der sich für das alte Ägypten interessiert (und sich nicht daran stört, dass es hier mehr um publikumsgeeignete Wissensvermittlung als um wissenschaftliche Betrachtung geht), kann man einen Besuch guten Gewissens empfehlen. Es ist nicht so spektakulär wie die Ankündigung behauptet, aber durchaus für ein paar nette Stunden geeignet.

Wir werden den heutigen Tag grillenderweise ausklingen lassen und starten dann erst morgen mit einem Tag Verspätung und hoffentlich neuer Kraft in diese Woche. :)

Sonntag, 28. Juni 2009

In Eile


Fuchsi und Mutter Fuchsi sitzen im Auto und sind auf dem Weg zu Mutter Fuchsis Hörgeräteakustiker.
An dieser Stelle eine Anmerkung. Gerüchte behaupten, Fuchsi fahre wie ein Henker. Fakt ist: Sie hat das von ihrer Mama gelernt, die gerade mit 45 km/h durch eine sehr enge, sehr zugeparkte 30er-Zone brettert.

Mutter Fuchsi: (legt eine elegante Vollbremsung hin und beginnt zu schimpfen) Wie kann man denn HIER in 2. Reihe parken?! Die Straße ist eh schon viel zu eng!!!
Fuchsi: Mutsch! Das ist ein Krankenwagen!
Mutter Fuchsi: Das seh ich auch! Deswegen braucht der aber nicht so blöd zu parken!
Fuchsi: Himmel, der muss wahrscheinlich zu einem Notfall, glaubst du, da sucht der noch lang nach einem Parkplatz???
Mutter Fuchsi: Der kann doch wohl 5m weiter fahren, da ist was frei!
Fuchsi: Erstens weißt du nicht, ob da was frei war, als der hier ankam und zweitens ist das eine EINFAHRT!
Mutter Fuchsi: Ja, und?
Fuchsi: Da kommt dann keiner mehr raus oder rein!
Mutter Fuchsi: Dann muss er halt wegfahren, wenn einer durch will!
Fuchsi: Genau! Da sagt man dann: "Moment, wir unterbrechen die Reanimation kurz, ich muss umparken." !!!
Mutter Fuchsi: Dann soll er sich halt gleich einen gescheiten Parkplatz suchen!
Fuchsi: Mutsch! Ernsthaft! Nur du... Das ist ein Notarzt! Da geht's um Sekunden!
Mutter Fuchsi: Ja, toll, ich hab's auch eilig!

...

Das ABC-Projekt - Woche 6: F



Strebend bemüht
Ohne Erlösung
Einen Traum geträumt
Ohne glückliches Ende
Vertrauter
Schmerz
Und bekanntes
Entsetzen
Eine Umarmung
Bei jedem Öffnen
Des Buches

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Beim Thema "F" musste es einfach "Faust" sein. Ja, es gibt noch andere Wörter mit F, die mir eingefallen wären, aber keins, das mir in diesem Maße nahe steht.
Ich habe es ja schon vor einigen Tagen ausgeführt - Faust und ich, eine sehr dauerhafte Liebesgeschichte. Mein Morphium für die Germanistik. Eine Stoff, der mich niemals loslässt und immer neue Facetten zeigt, immer neue Wege und Deutungsmöglichkeiten eröffnet. Neben allem anderen auch das Thema meiner Promotion.
Das Foto zeigt nur eine kleine Auswahl meiner persönlichen Faust-Bibliothek, einige der Textausgaben (mit wechselnden Kommentaren), sowie Diverse der Programme von Aufführungen, die ich besuchte. Hätte ich auch noch die Sekundärliteratur dazu gelegt, wäre der Schreibtisch ziemlich voll gewesen. ^^

Samstag, 27. Juni 2009

Prognose bestenfalls unklar


Heute ist Siebenschläfertag.
Sprich, dieser Tag sollte uns eine Prognose geben, wie der Restsommer wird.
Okay...
Das Wort "Restsommer" ist ein wenig irreführend, denn so wirklich Sommer hat ja bisher noch gar nicht stattgefunden und seit Sonntag werden die Tage ja schon wieder kürzer, aber dies nur am Rande.
Ich weiß nicht, wie bei euch das Wetter heute ist - hier macht es einen auf wechselhaft. Regen und Wolken, dazwischen Sonnenschein, dann wieder grau und irgendwie eklig drückend. Die Vorhersage, die ich daraus lesen könnte, begeistert mich nicht wirklich.
Andererseits bin ich ja eh kein Sommermensch, ich trage es also mit Fassung.

Sonst gibt es heute wenig zu berichten. Ich werde auch nicht über den Tod von Michael Jackson schreiben. Ich bedaure jede Seele, die diesen netten Planeten verlässt, aber ansonsten war mir der Mann im Leben egal und sein Tod berührt mich auch nicht besonders. Ich muss gestehen, ich mochte noch nicht mal seine Musik.

Weitere Neuigkeiten? Keine. Nur dieser grundsätzliche Brechreiz über Heuchelei, Lügengerüste und Scheinheiligkeit. All diesen Eigenschaften begegnet man viel zu oft.
Man muss wohl lernen, damit zu leben.
Oder zum Massenmörder werden.
Aber dazu bin ich heute zu müde und im Grunde meines Herzens ohnehin zu friedliebend.

Projekt 52 - Woche 25: 100 Meter von zu Hause entfernt



100 Schritte
Damals
Kein Klopfen
Gemeinsames Lachen
Spiel
Die Tage waren
Einfach
100 Meter
Nah

100 Schritte
Heute
Mein Stocken
Vor der Tür
Keine Antwort
Auf mein Rufen
100 Meter
An ihrem Ende
Kein Ziel mehr

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"100 Meter von Zuhause" war diese Woche das Thema beim Projekt 52. Ich habe ein Weilchen überlegt. Mich gefragt, was gibt es Schönes, 100 Meter von meinem Zuhause entfernt, was gibt es Fotographierenswertes nach 100 Schritten?
Mir fiel nichts ein.
Ich schoss das oben zu sehende Foto - 100 Meter die Straße entlang.
Dann fiel mir ein, was 100 Meter entfernt ist.
Das Haus, in dem meine allerbeste Freundin aus Kindertagen wohnte.
Damals ging beinahe täglich eine von uns beiden die 100 Schritte, damit wir uns treffen konnten.
Als wir 10 Jahre alt waren, wurde sie krank.
Sehr krank.
Gesund wurde sie nie mehr.
Als wir 17 waren, starb sie.
100 Meter entfernt sind heute nur noch ein paar parkende Autos und sehr viele Erinnerungen.

Freitag, 26. Juni 2009

Schweinegrippe 2009



Der Suchbegriff für die Woche vom 15. bis 21. Juni fand sich kurz und knackig.
Und nein, es waren nicht die "Ex-Schlampen".
Noch nicht mal die "heizen schlampen" (wobei ich mich da schon wieder frage - ist das Legasthenie oder eine ernstgemeinte Nachfrage? Heizen Schlampen? Oder sind sie so selten zu Hause, dass sich das nicht lohnt? Wir werden es wohl nie erfahren...)
Es war auch nicht der verzweifelte Hilfreruf "Ich liebe einen Schizoiden", obwohl der mir persönlich gut gefiel. Aber mal ehrlich, was zeichnet man denn da?
Und schon gar nicht war es "öööööööööde" - also, erstens, lieber Sucher - ich finde es nachgerade beleidigend, mit diesem Suchbegriff bei mir zu landen und zweitens - soooooooooo einfach wird man auch nicht Suchbegriff der Woche!

Interessanter fand ich dann schon den Generalisten unter den Suchenden, der sich ratsuchend an Google wandte mit den Worten "was heisst" - nicht dass er das spezifiziert hätte. Nein. "was heisst". Das ist schon wieder irgendwie groß. So eine Art universelle Sinn- und Bedeutungssuche. Sehr faszinierend. 42. Wer weiß das schon.

Nichtsdestotrotz gab dann meine Liebe zu Schweinen den Ausschlag und zu schaffte es an die Spitze der schönsten Suchbegriffe die reizende Anfrage "Schweinegrippe 2009". Ja, ich kann mir vorstellen, dass es dem Suchenden ernst war mit seiner Anfrage, aber ich kann mir nicht helfen - für mich klingt das nach Tourankündigung.
"Schweinegrippe 2009 - Die Tour" - bald auch in ihrer Nähe.
Vielleicht bin ich ja auch einfach ein bisschen seltsam. ;)

Donnerstag, 25. Juni 2009

Amsel-Nachtrag


Viele meiner treuen Leser haben ja das Amsel-Drama der letzten Woche mitverfolgt und auch mitgefühlt. Dafür nochmal meinen herzlichen Dank.
Es ist wohl auch niemandem entgangen, dass mich die Sache ein "wenig" mitnahm.

Nun konnte mein herzenslieber bester Freund meine Depression nicht länger mitansehen und griff in der ihm eigenen unnachahmlichen Art zum Trostpflaster.
Und mir brachte der Postbote ein Päckchen, in dem sich eine ganz und gar entzückende Plüschamsel befand.
Abgesehen davon, dass sie ein bisschen größer ist, sieht sie extrem lebensecht aus.

Da bleibt mir nur zu sagen: Vielen Dank, Hase. Ich hab mich sehr gefreut. :-*

Hurra, ich bin ein Testleser


Hab ich's euch schon mal erzählt?
Ich bin ja nun schon ein ganzes Weilchen bei trnd registriert und habe auch schon ein paar Projekte mitgemacht - diesmal aber gibt es eins, das mich als passionierten Bücherwurm natürlich besonders begeistert - es geht darum, ein Buch zu lesen und zu rezensieren.
Das kann ich.
Um nicht zu sagen, ich bin geradezu prädestiniert dazu! ;)

Und siehe da - die netten Leute von trnd sahen es ähnlich und nahmen mich in den erlauchten Kreis der 500 Testleser/Rezensenten auf und so hab ich jetzt das Buch "Der letzte Harem" von Peter Prange zugeschickt bekommen.
Ein geschenktes Buch!
Immer toll. Ich liebe Bücher.
Ja, manchmal bin ich einfach zu erfreuen, aber hey. Jeder hat seine weichen Stellen.
Und da ich momentan zwecks Bauchschmerzen auch Zeit zum Lesen habe, trifft sich das nachgerade perfekt.
Was habe ich sonst noch bekommen? Einen ganzen Schwung Leseproben, um sie an Freunde, Bekannte, Verwandte und Kollegen zu verteilen. Werd ich natürlich fleißig tun. Ach ja - sollte einer meiner Blogleser eine originelle Begründung haben, warum er auch eine Leseprobe haben möchte, bitte in die Kommentare damit. Wer mich überzeugt, kriegt eine zugeschickt. :)

Mittwoch, 24. Juni 2009

Fuchsi braucht...


...Aufmunterung, denn der heutige Tag spottet schon wieder jeder Beschreibung. Man müsste eigentlich brechen, wahnsinnig werden, schreiend weglaufen, aber weil das ja alles nichts bringt, habe ich beschlossen, es von der amüsanten Seite zu sehen. Ich denke, das nennt man dann Galgenhumor...

Weil es aber auf Dauer unbefriedigend ist, nur über sein eigenes Elend zu lachen, habe ich mir bei der Lauffrau eines der putzigsten Stöckchen mitgenommen, die ich je gesehen habe.

Die Regeln: Man gibt bei Google seinen Namen + das Wort "braucht" ein, das Ganze in Anführungszeichen und dann teilt man die ersten 10 Treffer mit seinen Lesern, gerne mit Kommentaren. Na, dann mache ich das doch mal. :)

Also, gucken wir mal, was Fuchsi so braucht... ^^

1. Fuchsi braucht viel Liebe. (Das unterschreibe ich. Manche Dinge sind einfach wahr.)

2. fuchsi braucht mind. 600l. sonst kann er eine verhaltenstörung ausbilden und missbildungen können auch folgen (Aha. Also, erstens bin ich kein "Er" - Frechheit! Und überhaupt, 600l! Ja, ich weiß, dass ich zu wenig trinke, aber das finde ich übertrieben! Und Verhaltensstörungen hab ich doch schon längst...)

3. fuchsi braucht kreative pausen. (Aber hallo, und wie ich die brauche! Schön, dass das mal einer erkennt!)

4. Fuchsi braucht eine Bezugsperson, arbeitet gut und willig mit und ist sensibel. (Oh ja, eine Bezugsperson, bitte. Ich mag Bezugspersonen. Sensibel bin ich auch. Über das "willig" und das "mitarbeiten" sollte man wohl lieber andere Leute befragen. ^^)

5. Fuchsi braucht jedoch nicht Bachblüten, tut mir leid, da hast du was falsch verstanden. (Ja, seh ich genauso. Bachblüten hab ich noch nie versucht. Brauch ich nicht. Bin eh gegen alles allergisch. *g*)

Schade, mehr Ergebnisse für Fuchsi gibt's gar nicht - dabei find ich das wirklich süß. Mal gucken, vielleicht mach ich das ein ander Mal noch mit meinem echten Namen. :)

Ach ja, die Zeichnung hat wie üblich nichts mit all dem zu tun. Aber Scribbeln macht auch glücklich. ;)

Es weihnachtet sehr...


Na, liebe Leser, heute schon aus dem Fenster geguckt?
Oder gar draußen gewesen?
Und...?
Also, ich weiß ja nicht, wie's bei euch aussieht, aber hier wirkt es schwer nach November. Grau, kalt und Nieselregen und dazu dieser besondere Geruch in der Luft, der einen normalerweise daran gemahnt, dass es höchste Zeit wird, die Weihnachtsdekoration vom Speicher zu holen.
Jetzt kann man es wie der Süße halten und ob dieses Wetters in Depressionen verfallen.
Oder man macht es wie ich und freut sich.
Ja, ihr habt richtig gehört.
Freut euch über Kälte und Nieselregen!
Denn schaut auf die Kalender: Heute ist der 24. Juni!
Mit anderen Worten: Halbzeit!
Ab heute sind es weniger Tage bis Weihnachten als schon vergangen sind!
Mit anderen Worten: Es weihnachtet sehr.
Und angesichts dessen ist ein bisschen Novemberwetter doch eigentlich ganz lustig. ;)

Hamburger Fischmarkt


Noch ein bisschen Bericht von meinem "Entspannungswochenende".
Süßer und ich hatten nämlich spontan beschlossen, wenn wir schon nicht in Urlaub fahren, können wir wenigstens so tun, als wären wir anderswo und haben den Hamburger Fischmarkt besucht, der bis vergangenen Sonntag in München zu Gast war.
Was soll man sagen?
Es war nicht umwerfend, aber sehr nett und da ich ja im Herzen ein halbes Nordlicht bin, konnte ich mich durchaus begeistern und mir auch ein wenig hanseatische Luft imaginieren.
Außerdem gab's Krabbenbrötchen.
Immer gut. ;)

Dienstag, 23. Juni 2009

Es gibt Tage...


...die einfach nerven.
Wenn sie einfach nervtötenden Wochen folgen, darf man sich auch mal was gönnen, um die Stimmung wieder ein bisschen zu beleben.
In unserem Falle hieß das, dass wir uns gestern nach langer Zeit mal wieder von unserem Lieblings-Japaner be"kochen" ließen. Sushi und Sashimi, Salat und Suppe und völlig neu: Süße Sushis zum Dessert.
Ja, das ist billigster Eskapismus.
Nein, das ändert nicht das Geringste an eventuellen Nervfaktoren.
Aber gut tut es trotzdem manchmal. :)

Immer wieder Faust


Wer Goethes "Faust" näher kennt, weiß, warum ich bei diesem Thema, Helena zeichne.
Wer mich näher kennt, weiß, dass unter der Vielzahl der Bücher, Romane, Dramen, Gedichtge, Epen undundund, die ich liebe, Goethes "Faust" schon immer einen besonderen Platz eingenommen hat. Seit dem ersten Lesen, damals in der 12. Klasse, zog mich dieses Stück in seinen Bann, lockte, inspirierte, forderte und quälte, regte an und auf und war immer wieder auf's Neue ein Quell von Entdeckungen, Erkenntissen und (Selbst)Reflexionen.
Wen wundert es also, dass ich - wenn es irgend möglich ist - auch alle "Faust"-Inszenierungen besuche, die auf deutschen Bühnen stattfinden. Leider, alle schaffe ich nie, aber ich tue mein Möglichstes.

Am Sonntag war es nun wieder einmal so weit.
Das Münchner Volkstheater gab die aktuelle Faust-Inszenierung des Regie-Überfliegers Simon Solberg.
Ich musste natürlich hin.
Zwar erwartete ich mir nicht viel, nachdem ich zuletzt im Volkstheater von "Macbeth" mehr als enttäuscht worden war, aber entgehen lassen konnte ich es mir trotzdem nicht.

Was soll ich sagen - der Abend war eine Offenbarung. Selten habe ich eine Inszenierung gesehen, die in diesem Maße zugleich respektlos und doch respektvoll mit dem Stoff umgeht, selten einen Regisseur, der derart virtuos mit dem Text spielt, ohne Berührungsängste, ohne falsche Scham kürzt, umstellt, anders wertet und verteilt und dadurch einen ganz neuen, faszinierenden Blickwinkel auf ein bekanntes Stück eröffnet.
Die Zeitlosigkeit des Faust-Stoffes ist vielfach diskutiert worden, doch hier endlich wird sie in voller Gnadenlosigkeit zum Ereignis. Da werden Verweise und Zitate in die Abgründe der Popkultur in nie geahnter Virtuosität mit dem Urtext verknüpft, Teile aus dem Faust II in den ersten Teil übergeführt, Personen neu interpretiert und ganze Szenen mit chirurgischer Präzision entfernt und doch steht am Ende ein komplettes, vollkommenes Werk auf der Bühne, ein neuer, alter Faust für das 21. Jahrhundert und ein Mephisto, der so böse wie selten und doch so tragisch wie nie wird.

Das Spiel mit beinahe burlesk anmutenden Regieeinfällen und mit leichter Hand gestalteter Idylle, das einen über drei Akte beinahe vergessen ließ, dass man in einer Tragödie sitzt, schlägt am Ende um in absolute Verzweiflung, selten war die Fallhöhe dieses Stücks so hoch, wie eine Ohrfeige trifft einen das plötzliche Umkippen der Handlung zu ihrem schmerzlichen Ende und beinahe mit angehaltenem Atem verfolgt man die letzten Minuten, in denen sich - wie unvorstellbar es auch vor Minuten noch schien - einmal mehr mit gnadenloser Unausweichlichkeit das Drama der faustischen Seele entfaltet.

Fazit: Eine mehr als bewegende, zutiefst faszinierende Inszenierung, die es aus dem Stehgreif geschafft hat, sich einen Platz unter meinen drei Lieblingsinszenierungen des Stoffes zu erkämpfen.

Wer Sinn für modernes Theater hat und die Gelegenheit findet, sollte sich einen Abend in Solbergs schöner neuer Faust-Welt definitiv gönnen.

Montag, 22. Juni 2009

Doppelt hält besser

Ehrlich, ich liebe meine Familie. Meine Mutter, meinen Freund...
Auf ihre ganz eigene, eigenartige Art sind sie beide phantastisch. Trotzdem gibt es da diese Momente...

Fuchsi hat (bereits gestern) sowohl Mutter Fuchsi als auch Murgel mitgeteilt, dass sich im Lauf des Montags ihre monatlichen Bauchschmerzen einstellen werden. Dies ist auch geschehen. Nun sitzt man zu dritt am Kaffeetisch und isst Erdbeerkuchen. Fuchsi mit Krämpfen.

Fuchsi:(hält sich den Bauch und stöhnt)
Murgel: Was hast du denn?
Fuchsi: Meine Bauchschmerzen haben angefangen.
Murgel: Warum sagst du denn nichts???
Fuchsi: Tu ich doch gerade!
Murgel: Davor!
Fuchsi: Weil sie gerade erst anfangen!!!
Murgel: Ach so.
Fuchsi: (hält sich den Bauch und krümmt sich stöhnend zusammen.)
Mutter Fuchsi: Und was ist mit dir los?
Fuchsi: Bauchschmerzen???
Mutter Fuchsi: Warum das denn?
Fuchsi: Weil schon wieder ein Monat rum ist! Ist das nicht seltsam?!
Mutter Fuchsi: Ach ja, hattest du ja gesagt. Heut ist ja Montag... Und warum sagst du das nicht???

...

Alles wieder auf Anfang


+++Mein Wochenende war leider nicht halb so erholsam, wie ich es gewünscht/gehofft/gebraucht hätte+++Erkennntis: Wenn man sich ein WE frei nimmt, lauert Montag um so mehr Arbeit auf einen.+++Ich brauche gute Nachrichten. Ernsthaft. Brauch ich jetzt. Dringend!!!+++Süßer braucht auch gute Nachrichten.+++Wenigstens gibt es heute noch Erdbeerkuchen.+++Der Sommer hat angefangen und man merkt nichts davon. Grau, bedeckt und regnerisch. Na, hurra.+++Ich könnte von Wochenendaktivitäten berichten, aber momentan bin ich zu unmotiviert. Im Laufe der Woche. Versprochen.+++Das Bild hat keinerlei Bedeutung. Ich wollte nur Faltenwurf üben.+++Ich beneide heute: Menschen, die von der Richtigkeit ihrer Meinung überzeugt sind, egal wie viele Gegenargumente man ihnen liefert, sowie Menschen, denen es egal ist, was sie Anderen mit ihrem Verhalten antun. Ich möchte nicht wirklich so sein, aber ich bin gerade neidisch. Ich stelle mir vor, das Leben ist dann einfacher.+++Ich will Urlaub.+++Ich will Inspiration.+++Ich will eine zündende Idee, um eine unschöne Situation zu einer guten Lösung zu bringen. Was will man nicht alles...+++

Sonntag, 21. Juni 2009

ABC-Projekt - Woche 5: E



Es war einmal
Entdeckung

Erträumt
Erhofft
Erfahren
Endlich
Erlebnis
Letzen Endes
Ephemer

Einsam?
Zweisam
Einfall?
Einfalt

Erwartung
Erwählung
Einverständnis
Ehe
Ewigkeitsversprechen
Ehrlich?
Ernsthaft?
Erprobten Geists?
Auch hier im Grunde
Ephemer

Erst danach
Ernüchtert
Erhofft?
Viel mehr
Erhalten?
Das Falsche
Ertragen?
Nicht länger

Eines Tages dann
Ende
Einverständnis?
Egal
Einheit?
Zerbrochen
Erbrochen
Erlogen
Erlegen
Vergangen
Verloren

Entsetzlich
Einsam
Und einfach
Erschöpft
Am Ende
Endlich
Auch dies
Erneut
Ephemer

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Es mag unerträglich prätenzios sein, aber beim Buchstaben E drängte sich keinen Widerspruch gestattend immer wieder das Wort "ephemer" in meine Gedanken. Und je absurder und unmöglicher zu gestalten ich es fand, desto mehr bestand es darauf. Ergebnis ist dieses Gedicht - ich fand es ob einer ohnehin wenig gegenständlichen Herangehensweise ganz hübsch, den Buchstaben E ein wenig durchzuspielen, schließlich bietet er so viele Möglichkeiten.
Ein Foto zu diesem schönen Wort kann ich allerdings nicht bieten.
Aber ich finde die Zeichnung ganz passend.

Samstag, 20. Juni 2009

Machst du jetzt Pause oder muss ich mich aufregen?


Meine lieben Leser durften ja in den letzten Tagen bemerken, dass ich zunehmend unter Stress stehe, es in der vergangenen Woche zum anstrengenden Tagegeschäft noch einen Haufen Bonustiefschläge und DaCapo-Aufregungen gab und ich insofern allmählich einen nicht mehr zu verleugnenden Energie- und Kräfteverlust verspürte.

Seit Dienstag hatte sich zu diesem allgemeinen "Ich kann nicht mehr"-Gefühl noch ein eher eigenartiger Bauch-/Unterleibsschmerz gesellt, den ich erst ignorierte (was falsches gegessen bestimmt), dann aber doch zunehmend argwöhnisch betrachtete, denn er wurde auch schlimmer. Meine monatlichten Bauchkrämpfe konnten es nicht sein (zu früh), außerdem haben die ja einen klaren Indikator, der sie ankündigt, Muskelkater, falsches Essen oder ähnliche Erklärungen fanden sich auch nicht ein, aber die Schmerzen wurden immer unangenehmer und allmählich flüsterte eine kleine paranoide Stimme in meinem Kopf von Eierstock- oder Gebärmutterentzündungen und nichts davon erfüllte mich sonderlich mit Passion.

Gestern Morgen wachte ich schließlich davon auf, dass ich Krämpfe hatte und das war dann selbst mir zuviel. Also den Gynäkologen angerufen und gebettelt, ob er mich noch vor dem Wochenende anschauen würde.

Ich habe zum Glück einen sehr netten Gyn und so durfte ich tatsächlich um 11.30 Uhr auftauchen und kam auch ohne größeres Warten dran.
Erstmal durfte ich zum klärenden Vorgespräch, um mögliche Ursachen abzuklären. Solche wie:
"Könnten Sie schwanger sein? Wehe, wenn Sie schwanger sind!!!"
oder auch:
"Hatten Sie zufällig Sex im Handstand, das nimmt der Unterleib manchmal übel."
Ich musste beides verneinen, auch wenn Sex im Handstand natürlich ungemein kreativ klingt und eine Schwangerschaft jetzt genau das Richtige wäre, um mein Leben noch ein "bisschen" mehr zu komplizieren...
Aber egal.

Also keine schnellen Erklärungen, stattdessen rauf auf den ungemütlichsten aller Stühle und eingehende Betrachtung.
Ich erspare euch Details. Beschränken wir uns darauf, dass alles in Ordnung ist und physisch keinerlei Grund für die Schmerzen vorliegt. Was mir ein weiteres Interview einbrachte, ob ich derzeit denn irgendwie Stress hätte.
Derzeit?
Irgendwie?
Öhm...
Ein klitzekleinesbisschenvielleichtaberwirklichgarnichtschlimm
alsokaummerkbarehrlichnichtwerdeichgeraderothüstel.

Gut, danach bekam ich eine 10minütige Standpauke, dass ich gefälligst mehr auf mich achten soll, dass auch der Süße gefälligst mehr auf mich achten soll und dass ich dringend Pausen, Erholungsphasen etc. brauche und mir die Herrgott noch eins endlich mal gönnen solle! Denn offensichtlich seien wir einmal mehr an dem Punkt, wo mein Körper mir klipp und klar sagt: Bis hierhin und nicht weiter und da ich auf solche Signale wie Migräne, Spannungskopfschmerz oder Erkältungen ja nicht wirklich reagiere, greift er wohl mittlerweile ganz gern auf weibliche Urängste zurück, denn das hat vor 3 Jahren, als ich auch in einer geringfügig angespannten Situation steckte, auch schon mal gut geklappt.
Naja, Ende vom Lied: Ich bin gesund, aber rettungslos überstresst.
Wer hätte das gedacht...

Jetzt versuche ich es erstmal als Sofortmaßnahme mit einem hoffentlich ruhigen Wochenende und dann hoffe ich, dass es in nächster Zeit anstatt Hiobsbotschaften auch mal ein paar gute Nachrichten gibt - die könnte ich gerade so dringend brauchen...

Projekt 52 - Woche 24: Piraten Ahoi!



Was uns faszinierte
An den Geschichten
War der Traum

Die Illusion
Von Freiheit
Der Geschmack
Des Meeres
Und der Geruch
Von Gischt

Das Abenteuer
Ruft
Weit entfernt
So fremd
Für was wir heute sind

Die Realität
War wohl bitterer
Wie sie es immer ist

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Also ich gebe es offen zu - das Thema "Piraten Ahoi!" sprach mich nicht wirklich an. Wo soll man in München auch so auf die Schnelle Piraten finden?
Immerhin fiel mir (kurz bevor ich beschlossen hätte, dieses Thema zu ignorieren) doch noch unsere DVD-Sammlung "Fluch der Karibik" ein und insofern ich ein gut sortiertes Barfach besitze, war auch schnell eine passende Flasche Rum gefunden.
Mehr Piratenassoziation habe ich nicht.
Ich könnte höchstens noch erzählen, dass der Film "Fluch der Karibik III - Bis ans Ende der Welt" der erste Film war, den der Süße und ich zusammen im Kino sahen, nachdem wir ein Paar waren. Damit ist dann aber auch das letzte Detail über Piraten und mich bekannt. ;)

Freitag, 19. Juni 2009

Post-apokalyptischer Farbstil



Für die Woche 8. bis 14. Juni haben wir für den Suchbegriff der Woche einen klaren und strahlenden Sieger. Niemand kam gegen ihn an.
Nicht das immer noch anlaufende Heer der "Ex-Schlampen", nicht der kleine Angeber, der nach irgendetwas für "meine 2 Schlampen" suchte (manche Männer lernen einfach nicht aus ihren Fehlern) und schon gar nicht der sexuelle anscheinend doch etwas eigenartig veranlagte Suchende, der sich mit dem Begriff "Sex mit Eichhörnchen" zu mir verirrte.
Jetzt mal im Ernst... Sex mit Eichhörnchen???
Über Schafe staunt man ja schon kaum mehr, aber Eichhörnchen?
Können die nicht ganz schön beißen, wenn man ihnen zu nahe tritt?
Beunruhigt einen als Mann nicht die Affinität dieser Tiere zu Nüssen? Zum Nüsse sammeln? So mit nehmen, weglaufen, vergraben???
Und wie gering muss mann eigentlich bestückt sein, um sich an ein Eichhörnchen...?

Nein, diesen Gedanken verfolge ich jetzt nicht weiter.
Das Internet ist ein skuriler Ort, leben wir einfach damit.
Sex mit Eichhörnchen...
Mal ehrlich - das KONNTE nicht der Suchbegriff der Woche werden! Hallo, wenn ich DAS zeichne, bin ich eine Jugendfreigabe für alle Zeiten los!
Außerdem mag ich Eichhörnchen und die Vorstellung, dass irgendwelche seltsamen Gestalten in zweifelhafter Absicht durch unsere Parks schleichen, bewaffnet mit Macadamianüssen und einem scheinheiligen Lächeln...
Nein, das missfällt mir.

Also wählte ich doch lieber einen Suchbegriff, der zwar zeichnerisch für mich als latente Farblegasthenikerin kaum umzusetzen war, den ich aber rundum bezaubernd finde:

Post-apokalyptischer Farbstil

Ganz im Ernst. Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, was dieser Besucher gesucht haben mag. Ich meine, was ist ein postapokalyptischer Farbstil? Was tut man damit? Wozu braucht man ihn? Wer malt damit und wie sehen dessen Bilder aus?
Fragen über Fragen.
Antworten habe ich keine.
Aber der Suchbegriff hat mich trotzdem fasziniert. :)

Donnerstag, 18. Juni 2009

Scars...



Ich hab mal einen schönen Spruch gelesen, ich weiß gar nicht mehr genau, wo:
"Scars are Tatoos with better stories"

Was mich betrifft, ich hab keine Tatoos - Narben hingegen schon, einige, die man mit bloßem Auge sehen kann und einen Haufen andere. Sie haben alle eine Geschichte. Eine traurige Geschichte zumeist. Keine gute, schon gar keine bessere, noch nicht einmal eine, die man bequem an einem Lagerfeuer erzählen könnte.
Aber Geschichte haben sie alle.
Sie sind Buchstaben. In meiner Haut und darunter und zusammengenommen erzählen sie ein Buch.
Momentan fände ich es ganz schön, wenn nicht täglich neue Kapitel dazu kämen.
Mir geht nämlich gerade ein wenig die Kraft aus.

Mittwoch, 17. Juni 2009

Frustkauf


Ich glaube, ich muss dringend etwas gegen diese gedrückte Stimmung hier unternehmen. Ist ja schlimm genug, dass ich selbst deprimiert bin, aber meine Leser auch runterziehen, geht gar nicht.
Also erzähl ich euch mal wieder erfreulichere Dinge.
Zum Beispiel, dass ich getan habe, was Frauen (und wenigen Männern) zumindest insoweit hilft, dass es sie von Kummer und Problemen ablenkt - ich ging einkaufen. Und zwar gezielt nach etwas, um mich zum Lächeln zu bringen.
Und siehe da, die (wunderschöne!) Porzellanabteilung eines von Schließung bedrohten Kaufhauses (um das es wirklich schade wäre, wie mir bei dieser Gelegenheit auffiel), bot das Passende.
Salz- und Pfefferstreuer in Schweineform!
Gut, nur damit wir uns richtig verstehen. Ich HABE natürlich schon Salt- und Pfefferstreuer in Schweineform. Aber diese noch nicht. Außerdem sind sie niedlich. Und ich deprimiert. Und ich sammle Schweine. Und sie sind gar nicht teuer. Und ich musste lächeln, als ich sie sah.
Stoppen wir die kläglichen Rechtfertigungen an dieser Stelle - ja, ich habe sie gekauft. Schon allein, weil das weibliche Schweinchen meinen Namen trägt! Nein, nicht "Grunz" - ich heiße tatsächlich getaufterweise "Gabriele". Gibt zwar keinen Menschen, der mich so nennt, aber das ist ja nicht der Punkt.
Jedenfalls habe ich die Schweine gekauft.
Und weil man ja nicht nur sich selbst trösten soll, erwarb ich in der Süßwarenabteilung außerdem eine Packung Ingwerstäbchen in Zartbitterschokolade von einer exklusiven Confisserie, um sie meiner Mutter mitzubringen. Die liebt die Dinger nämlich. Und schon sind wir wieder mitten in einer Muttermund-Geschichte, die hier die Stimmung hoffentlich wieder ein wenig aufhellen wird. ;)

Fuchsi hat glücklich die (auch noch sehr hübsch verpackte) Schachtel mit den Ingwer-Zartbitter-Stäbchen nach Hause gebracht und erscheint damit bei ihrer Mutter.

Mutter Fuchsi: Was hast du denn da?
Fuchsi: Ich dachte mir, wo du so tapfer Würmer zerschnitten hast, hast du dir eine Belohnung verdient...
Mutter Fuchsi: (springt rückwärts) Iiiih! Würmer! Du kannst mir doch keine Würmer mitbringen!!!
Fuchsi: Mutsch! Das sind doch keine Würmer! Das sind Ingwerstäbchen! Mit Schokolade!
Mutter Fuchsi: Igitt! Würmer mit Schokolade??? Wo kaufst du sowas??? Iiiiih, geh bloß weg!!!
Fuchsi: Mutsch!!! Es sind Ingwerstäbchen! Ich wollte dir doch nur was Nettes mitbringen, weil du bei der Würmersache so tapfer warst!
Mutter Fuchsi: (beäugt die Packung zutiefst misstrauisch) Ingwer?
Fuchsi: Ja! Ich bring dir doch keine Würmer mit, was denkst du eigentlich von mir???
Mutter Fuchsi: Ja, dann... Du hättest mir aber nichts bringen müsse. Und Ingwer auch noch... Das ist ja lieb... Aber dann ess ich die wieder und werd noch dicker!
Fuchsi: Ach, woher - du hast doch wegen den Würmern die letzten Tage eh kaum was gegessen.
Mutter Fuchsi: Hör auf, von Würmern zu reden, da schmeckt einem ja der Ingwer nicht mehr! Würmer. Iiiih.
Fuchsi: (ringt schon wieder mit einem Lachkrampf und schwenkt die Packung) Schokolaaaadenwüüüürmer.... Echt, auf so eine Idee kannst nur DU kommen! ... Schööööne frische Schokoladenwüüüürmer!
Mutter Fuchsi: Hörst du jetzt mit den Würmern auf??? Ich kann nichts mehr essen, wenn du so weitermachst.
Fuchsi: Soll ich den Ingwer wieder mitnehmen?
Mutter Fuchsi: Nein. Ich ess ihn schon. Das ist ja lieb von dir... Ich kann ihn mir ja einteilen.

Der Ingwer überlebte den Nachmittag übrigens nicht - wir scheinen also ein Ingwer-Wurm-Trauma vermieden zu haben. ;)

Dies und das und ein Stöckchen von Kessi



Heute Nacht habe ich geschlafen als hätte man mich niedergeschlagen - irgendwie forderten die letzten, sehr anstrengenden Tage doch ihren Tribut. Nur mit dem Ausschlafen war's nichts, weil irgendjemand an meiner Haustür Sturm klingeln musste und dann, als ich schließlich dort ankam, noch nicht mal gewartet hatte. Ich mag solche Leute...
Naja, es wird nichts Wichtiges gewesen sein, also, was soll's und Schlaf wird ja eh überschätzt.

Ansonsten bin ich immer noch erschöpft und reichlich traurig, dazu gestresst, entnervt und allgemein allmählich ein bisschen am Ende meiner Kräfte angekommen. Kein guter Zustand, wirklich nicht.

Versuche ich's halt mal mit Ablenkung und nehm mir das von Kessi erfundene Monatsstöckchen mit - es passt gut zu meinem "Farbe bekennen"-Nachschlag, denn auch hier geht es darum, Dinge von sich zu erzählen, jeden Monat neue und immer assoziiert zu den Buchstaben des Monats. Eine sehr hübsche Idee!
Also dann, der JUNI.

J - wie Jäger. Ich stamme aus einem Jägerhaushalt. Meine beiden Eltern sind (bzw. waren) Jäger mit eigener Jagd und allem Drum und Dran. Oft, wenn ich von der Schule heimkam und mein Rad in den Schuppen stellen wollte, baumelte dort ein totes Reh von der Decke zum Ausbluten...
Ich selbst empfand übrigens NIE irgendwelche Ambitionen zur Jagd, im Gegenteil. Eine Tatsache, die insbesondere meinen Vater immer sehr frustriert hat.

U - wie Untreue. Eine meiner absoluten Todsünden und ein sicherer Weg, es sich gründlich und langfristig mit mir zu verderben.

N - wie nachtaktiv. Bin ich. Uneingeschränkt und ohne Hintertüren. Und zwar schon immer. Als Kind brachte ich meine Eltern an den Rand der Verzweilfung, weil ich so spät ins Bett ging, bzw. wenn man mich früher reinsteckte, einfach nicht schlafen konnte. Jetzt könnte man annehmen, mein Biorhythmus sei so verdreht, dass ich dann tagsüber müde bin, aber tatsächlich ist er mittlerweile so weit verschwunden, dass ich schon unter extremem Schlafmangel leiden muss, um überhaupt müde zu werden. So oder so, die Nacht ist meine Zeit und zwischen Mitternacht und 4 Uhr morgens bin ich auch definitiv am kreativsten.

I - wie "Ich" - meistens die Person, an die ich als Letztes denke...

Vielen Dank!



Erstmal ein riesengroßes Dankeschön an Andy, der mir diesen wunderschönen Award verliehen hat! Das ist nicht nur grundsätzlich sehr lieb, sondern kam an einem für mich doch sehr düsteren Tag auch mehr als gelegen. Vielen Dank für die Sonnenstrahlen, sie taten (und tun) gut. :)

Dann ein großes Dankeschön an alle, die ob der Amselgeschichte mitgehofft, Daumen gedrückt und so liebe (Trost)Worte gesandt haben. Vielen, vielen Dank einfach. Ihr seid super.

Ich möchte nun auch meinerseits ein paar Sonnenstrahlen verschicken und zwar an
Alexandra, Mary Malloy und rebhuhn - nicht nur, weil sie schöne, witzige, anregende undundund Dinge schreiben, bei denen ich immer wieder gern mitlese, sondern vor allem, weil ich den Eindruck habe, dass alle drei Mädels momentan ebenso wie ich ein paar Sonnenstrahlen gut gebrauchen können. Haltet die Ohren steif!

Ansonsten kann ich momentan nicht so viel schreiben. Mein Tag war (wie überraschend) wenig erfreulich, zusätzlich zur Amselgeschichte gab's noch einen weiteren Tiefschlag und langsam finde ich, ich habe mein Jahrespensum an schlechten Nachrichten, Katastrophen und Hiobsbotschaften LOCKER erfüllt - hoffen wir doch einfach, dass der Award ein gutes Omen ist, dass es endlich wieder bergauf geht.

Mittelschwer deprimiert grüßt
Fuchsi

Dienstag, 16. Juni 2009

Auf Wiedersehen


Eine traurige Nachricht für alle, die unser Vogeldrama mitverfolgt oder auch Daumen gedrückt haben. Die kleine Amsel ist leider heute Nacht gestorben.
Nachdem es ja erst aussah, als würde sie sich erholen, war sie gestern, insbesondere Nachmittags und Abends sehr schwach und konnte zunehmend schlecht sitzen. Ich habe um 22.30 Uhr nochmal nach ihr gesehen, da war sie zwar sehr müde, aber noch da und ich bin eine halbe Stunde mit ihr in der Küche gesessen und habe sie in Händen gehalten, was sie immer gern gemocht hatte - vermutlich wegen der Wärme. Dabei hat sie ruhig geschlafen. Danach habe ich sie in ihrer Kiste mit einer Wärmflasche zum Schlafen zurück gelassen. Um 1.30 Uhr war ich nochmal dort und habe die mittlerweile kalte Wärmflasche rausgenommen, das Vögelchen nochmal aufgewärmt und dann in ein Nest, das wir ihr aus Stoffresten gebaut hatten gelegt. Zu diesen Zeitpunkt konnte sie bereits nicht mehr sitzen und lag halb auf den Stoffresten.
Heute Morgen um 6.30 Uhr fanden wir sie dann tot.

Ich hoffe, sie ist wenigstens ruhig gestorben und hat sich am Ende geborgen gefühlt.

Unsere heutige Gottesvorstellung in den großen Religionen versucht uns einzureden, dass Tiere keine Seele haben und ihr Leben nur ein Wimpernschlag ohne Vergangenheit und ohne Zukunft ist.
Daran konnte ich nie glauben.
Ich denke, Tiere haben mehr Seele als sich viele Menschen jemals auch nur erträumen könnten. Und ich hoffe, eben diese Seele ist jetzt an einem Platz, wo es ihr gut geht.
Wo es Licht gibt, Sonne, Bäume und Wiesen und wo sie fliegen kann und singen und glücklich sein.
Ohne Schmerzen, ohne Angst und ohne Ende.

Montag, 15. Juni 2009

Muttermund trifft Amselschnabel


Der treue Leser weiß bereits - wir haben derzeit eine verletzte Amsel in Pflege und nachdem der Süße sie zwar brav heimgetragen hat, ist sie nunmehr komplett zur Frauenaufgabe geworden, sprich, meine Mutter und ich kümmern uns, teils abwechselnd, teils gemeinsam. Allerdings, zur Fütterung müssen wir immer beide parat stehen, denn Amselchen ist noch immer so schwach, dass sie das Futter eingegeben bekommt - eine nicht immer ganz leichte Aufgabe.
Zumal das Amselchen frische Regenwürmer will und Mutter Fuchsi eine schwere Phobie gegen Schlangen und Würmer aller Art hat.

Nachmittag, Fuchsi und Mutter Fuchsi auf der Terasse, Fuchsi hat die Amsel in der Hand, Mutter Fuchsi greift mit der Pinzette einen Wurm und holt ihn aus der Dose auf einen vorbereiteten Teller.

Mutter Fuchsi: Iiiiiiiih, das ist so widerlich!
Fuchsi: Naja...
Mutter Fuchsi greift den Wurm mit der Pinzette und nähert sich damit dem aufgesperrten Vogelschnabel. Der Wurm windet sich ein bisschen.
Mutter Fuchsi: Die sind so eklig, baaaah, womit hab ich das nur verdient!!!
Fuchsi: Wenn's der Amsel besser geht, freuen wir uns.
Mutter Fuchsi schiebt den Wurm in den Schnabel. Der Vogel ist überrascht und schüttelt den Kopf. Der Wurm fliegt und landet auf dem Tisch.
Mutter Fuchsi: Igitt! Fast wär er mir ins Gesicht geflogen! Iiiih, mir wird schlecht, das halt ich nicht aus!
Fuchsi: Komm, bleib tapfer - sie isst doch nichts anderes. Beim nächsten Mal schluckt sie ihn bestimmt!
Mutter Fuchsi greift den Wurm ein zweites Mal und befördert ihn ins Vogelmaul. Der Vogel macht einen unglaublich eleganten Schlenker und der Wurm landet auf meinem Unterarm.
Mutter Fuchsi: Nein, das ist jetzt zuviel! Du armer Mensch. Oh Gott. Nein, ich kann heut nichts mehr essen, mir graust so!
Fuchsi: Ist nicht schlimm, mir macht das nichts. Soll ich sie füttern und du hältst sie fest?
Mutter Fuchsi: Nein, nein, das geht. Du sollst das nicht machen, das ist widerlich.
Fuchsi: Ja, aber mich stört's doch nicht!
Mutter Fuchsi: Iiiih, nein, da kriegst du ja Alpträume. Ich mach das. Iih, mir graust so sehr.
Mutter Fuchsi pflückt den Wurm mit spitzer Pinzette von meinem Unterarm und steckt ihn ein drittes Mal in den Schnabel. Nach einigem Drama wird er diesmal verschluckt.
Mutter Fuchsi holt einen zweiten Wurm aus der Dose.
Mutter Fuchsi: Igitt, der ist ja noch fetter, iiih, wie eine Schlange... Meinst du, den kann sie überhaupt schlucken?
Fuchsi: Keine Ahnung, ist schon ziemlich groß. Aber probieren wir's doch einfach.
Mutter Fuchsi: Bäh, und dann bleibt ihr der ihm Hals stecken... Nein... Soll ich ihn in Stücke schneiden?
Fuchsi: Dann könnte sie ihn bestimmt angenehmer fressen, aber das ist ja echt eklig...
Mutter Fuchsi: Gut, dann schneid ich ihn jetzt auf.
Mutter Fuchsi zückt eine Schere und beginnt den Wurm zu zerschneiden.
*schnipp*
Mutter Fuchsi: Iiiiiiih, womit hab ich das nur verdient, das hält ja kein Mensch aus.
Fuchsi: (kämpft mittlerweile mit einem Lachkrampf ob der Absurdität der Situation)
*schnipp*
Mutter Fuchsi: Iiih, wie sich der windet. Wir sind Mörder, weißt du das?
Fuchsi: Du zerschneidest doch auch Schnecken!
Mutter Fuchsi: Schon, aber das ist was anderes.
*schnipp*
Mutter Fuchsi: Nein, das reicht jetzt, ich kann nicht mehr. Ich kann nie wieder was essen!
Fuchsi: Das ist doch wenigstens eine originelle Diät! Komm, lass mich doch den Wurm zerschneiden, wenn dir so graust!
Mutter Fuchsi: Du? Nein, du kannst das nicht machen!
Fuchsi: Mutsch, das geht schon. Komm, lass mich, bevor dir noch schlecht wird!
Mutter Fuchsi: Nein, du darfst das nicht machen, das ist so eklig. Du schläfst ja eh so wenig, dann kannst du gar nicht mehr schlafen. Iiiiiiih...
*schnipp*
Fuchsi: Mutsch! Lass es halt mich machen!!!
Mutter Fuchsi: Nein, du machst das nicht, du hast da gar keine Nerven dazu, willst du dich völlig fertig machen? Du darfst das gar nicht anschauen, schau weg!
*schnipp*
Mutter Fuchsi: Iiiiiiiih, ich kann nichts mehr essen. Womit hab ich das nur verdient. Igitt, das ist so widerlich...

An dieser Stelle übrigens ein riesengroßes Dankeschön an meine Ma, dass sie sich das trotz ihrer Würmer-Aversion antut! Und eine Tapferkeitsmedaille hinterher! :-*
...wenn das Spinnen wären, könnte ich es übrigens wahrscheinlich nicht!
Auf dem Bild ist übrigens das Amselchen in ihrer momentanen Wohnung zu sehen. Einfacher Schick, aber recht zweckmäßig. ;)

...



Der Amsel geht's (den Umständen entsprechend) ein bisschen besser, sie frisst besser und wehrt sich weniger, ist aber immer noch sehr müde und sehr erschöpft.
Kein Wunder.
Ich selbst bin auch müde und erschöpft. Es gibt Erfahrungen, die sind schon sch***, wenn man sie einmal macht - wiederholen sie sich, werden sie immer ätzender. Wiederholen sie sich auch noch an Stellen, wo man nie damit gerechnet hätte, fehlen einem buchstäblich die Worte.

Sonntag, 14. Juni 2009

Von Vögeln und Blumen...



Zum Sonntag habe ich gleich mehrere erfreuliche Nachrichten:

1. Das Vögelchen hat eine weitere Nacht überstanden. Sie ist zwar sehr müde und schläft viel, aber laut tierärztlicher Info ist das normal und richtig. Sie hat einen ruhigen, dunklen Platz (optimal bei Gehirnerschüterung), kriegt viel zu trinken (wichtig), angereichert mit Vitaminen (noch wichtiger) und damit sie etwas mehr zu Kräften kommt, haben wir nun begonnen, sie mit sanfter Gewalt zu füttern. Mutter Fuchsi und ich sind in derartigen Praktiken recht versiert, schließlich haben wir schon allerlei verweiste und/oder verletzte (Jung-)Vögel aufgezogen und versorgt. Das heißt nun also, einer (ich) hält sie fest, die andere öffnet ihr den Schnabel und packt einen Wurm rein. Ist der erstmal drin, ist unser Amselchen auch recht begeistert, schluckt und verlangt nach mehr - nur zum allein essen, ist sie noch zu schwach, aber hoffen wir mal, dass sich das bald gibt.
Weniger schön ist die Menge an Würmern, die auf meinen Händen landen, weil sie von der Pinzette fallen oder Amselchen sie erstmal aus dem Schnabel schüttelt...
Igitt...
Trotzdem, Würmer gehen und ohnehin geht es meiner Mutter viel schlechter damit, denn die hat zwar keine Spinnen-, dafür eine schwere Würmer- und Schlangenphobie und leidet Höllenqualen, dass sie die Viecher überhaupt so nah an sich ran lassen muss. Wenn sie sich dann noch über meine Hände ringeln, ist der Ekelanfall perfekt und ich glaube, ich wurde selten so dringlich gebeten, mir doch bitte JETZT SOFORT GRÜNDLICH die Finger zu waschen. ^^

2. Die Pfingstrose ist endlich aufgegangen! Beweisfoto habe ich auch. Ist sie nicht wunderschön? :)

So, jetzt wünsche ich allen lieben Lesern einen schönen und entspannten Sonntag. Ich widme mich derweil wieder Garten und Vogel. Vier Würmer hat sie heute schon verzehrt. Ein guter Trend! ;)

ABC-Projekt - Woche 3: D



Im Angesicht einer Rose
Vergisst man
Ob ihres Zaubers
Manchmal
Wie viele Dornen
Daran
Warten
Dir die Hände
In Blut zu baden

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Zum Buchtaben "D" fiel mir erstmal Diverses ein, das sich aber nicht wirklich verwerten ließ. Ich mein, über Depression hätte ich zwar wunderbar dichten können, ein passendes Foto fand sich aber nicht. Dummheit begegnet mir leider fast jeden Tag, aber weder möchte ich Fotos von den entsprechenden Dingen oder Deppen in meinem Blog haben noch inspirieren mich derlei Debilitäten in irgendeiner Form und Weise zur Dichtung. Höchstens zum Davonlaufen.
Da man das aber in den seltensten Fällen kann, beschloss ich, auch dieses Thema zu meiden. Dass ich mich mit entsprechende Dramen mit ermüdender Regelmäßigkeit beschäftigen muss, reicht mir völlig - sie bedürfen keiner weiteren Würdigung.
Zuletzt kam mir dann aber der rettende Geistesblitz und ich entschied mich für Dornen - die begegnen einem zwar auch an allen Ecken und Enden, aber wenigstens bekommt man eine Rose dafür. ;)

Samstag, 13. Juni 2009

Amsel-Update

So, das Neueste von der Amsel-Front.
De Vögelchen geht es etwas besser, sie trinkt gut (wir reichern das Wasser mit Vitamonpaste an, damit es genügend Nährstoffe hat und das mag sie anscheinend ganz gern), kann wieder gerade sitzen und seit etwa 1 Stunde steckt sie zum Schlafen sogar wieder den Kopf in die Flügel.
Uuuund... *trommelwirbel* ... sie hat einen Regenwurm gefressen! *freu*

Außerdem hat mich meine allerliebste und weltbeste Tierärztin, der ich unser Drama auf den AB gesprochen hatte, zurückgerufen und bestätigt, dass wir eigentlich alles richtig machen. Sie tippt auf eine Gehirnerschütterung und hat Ruhe, Dunkelheit und viel trinken verordnet, meint aber, da die Kleine innerhalb eines Tages ja doch schon schöne Fortschritte gemacht hat, besteht zumindest Grund zur Hoffnung.

Außerdem outete sie sich auch als jemand, der im Zweifelsfall das Vögelchen aus den Krähenkrallen holen würde (und dies auch schon getan hat) - ich bin also nicht als Einzige mit diesem veritablen Helferkomplex gestraft. ;)

Wir machen also weiter mit viel Schlaf und viel Flüssigkeit. Gedrückte Daumen werden weiterhin gern genommen. :)

Auch das noch...



Manchmal denke ich, Leute wie mich sollte man gar nicht vor die Haustür lassen.
Das neueste Beispiel?
Süßer und ich gehen im Englischen Garten spazieren, ich bemerke in der Wiese eine kleine Amsel sitzen. Soweit unspektakulär. Wir sind schon fast vorbei, als eine Krähe landet und sich anschickt, das Amselchen zu fressen bzw. erstmal totzuhacken.
Die Amsel schreit wie am Spieß. (Wie überraschend.)
Süßer murmelt zwar irgendetwas von "der Natur ihren Lauf lassen", aber das höre ich schon nur noch mit einem halben Ohr, denn ich bin schon unterwegs, das arme, verzweifelt um Hilfe piepende Vögelchen zu retten...
Okay, die Krähe verjagen war ja nicht so herausfordernd.
Schwieriger wurde es erst danach, denn es zeigte sich, dass jene wohl schon mindestens einmal an der Amsel dran gewesen war oder sie aus der Luftgeholt hatte. Federn überall, sonst allerdings keine sichtbaren Verletzungen. Außer dem offenkundigen Schock natürlich...

Erratet ihr's?
Natürlich, ich musste das Tierchen einsammeln.
Süßer war so lieb und trug sie (ich hab bei sowas immer Angst, zu fest zuzudrücken) und dann trabten wir mitsamt Vogel in Richtung Tierklinik (ein knapper Kilometer).
Dort angekommen, bekamen wir zwar viel Mitgefühl, aber sonst nur die Info, dass man hier leider keine Vögel aufnimmt, wir möchten uns doch bitte an die Vogelklinik in Oberschleißheim wenden...
Argh.
Auto hatten wir natürlich keins dabei, wir hatten ja eigentlich einen ruhigen Spaziergang geplant.
Also erstmal zurück nach Hause. Zu Fuß natürlich, denn wir wollten dem ohnehin schon geschockten Vögelchen nicht die U-Bahn voller Menschen zumuten. Also nochmal 3,5km flotten "Spaziergang" (nicht, dass wir das alles ja schon mal in die andere Richtung gelaufen wären und nicht, dass ich wirklich die falschen Schuhe für flotten Marsch angehabt hätte. Offene Sandalen. Mit Absatz. Vielen Dank auch...)

Naja, als wir endlich zuhause waren, war in der Vogelklinik natürlich auch keiner mehr zu erreichen, außerdem Freitagabend, sprich der AB jedes Tierarztes verwies an die Uniklinik. Wo wir ja gerade herkamen...
Argh!!!

Das Ende vom Lied? Die Amsel ist noch immer bei uns und wir tun unser Bestes, um sie wieder aufzupäppeln. Mittlerweile kann sie zwar wieder aufrecht sitzen und trinkt auch brav, nur fressen mag sie noch immer nicht wirklich. Dafür nimmt sie wenigstens Vitaminpaste zu sich. Sollte jemand eine zündende Idee haben, was man noch tun bzw. wie man ihr helfen kann, nur her damit - ansonsten werden gedrückte Daumen gern genommen. Ich würd so gern sehen, dass sie sich erholt!
*seufz*

Meine Füße sind übrigens voller Blasen, dies nur am Rande.
Tatsächlich nehme ich das gern in kauf, wenn das Vögelchen dafür wieder gesund wird.

Wie komm ich nur immer in solche Situationen???

Projekt 52 - Woche 23: Alt und Neu



Die alten Schuhe
Waren bequem
Eine Weile lang
Bis sie unbemerkt
Nicht mehr bequem waren
Nur noch vertraut

Die neuen drückten
Ein Stück des Wegs
Es dauerte einige Zeit
Zu begreifen
Dass es alte Verletzungen sind
Die sie schmerzend machen

_____________________________________________________________________________________

Zum Thema "Alt und Neu" fiel mir ja erstmal gar nichts ein.
Dann hatte ich einen Haufen sehr böse Ideen, auf deren Umsetzung ich aus Menschenfreundlichkeit doch verzichten wollte. Kurz bevor ich aus Verzweiflung alle Nettigkeiten fallen ließ, kam mir dann doch noch ein passender Gedanke, den ich euch nun freudig präsentieren kann.
Im Bild seht ihr zwei Paar meiner Tanzschuhe. Einmal meine alten Lieblingstanzschuhe, mit denen ich an sehr vielen Turnieren teilgenommen, diverse Shows gemacht und auf zahllosen Bällen getanzt habe, daneben meine neuesten Tanzschuhe, die leider viel zu selten zum Einsatz kommen. (Gell, Süßer!!!!)
Aber was nicht ist, kann ja noch werden. ;)
Die alten sind übrigens buchstäblich durchgetanzt und ich bewahre sie nur aus nostalgischen Gründen auf. Ich hatte so viel Spaß damit. :)

Freitag, 12. Juni 2009

Schlampen und kein Ende


Es ist wieder Suchbegriffzeit und noch immer rangiert der Suchbegriff "Meine Ex die Schlampe" ganz oben in meiner Statistik. Ich hoffe, die Leute, die damit auf meiner Seite landen, haben dann wenigstens den Humor, sich auch über den Text zu freuen! ;)

Für die Woche 1. bis 7. Juni gab es darüber hinaus aber auch noch interessante Hintergrundinformationen aus der faszinierenden Welt der Ex-Schlampen und ihrer Fans!
So fanden sich beispielsweise diesmal gleich mehrere Leser ein, auf der Suche nach "Wie ich zur Schlampe wurde" - zu gern hätte ich gewusst, ob es sich dabei um Männer handelt, die lernen wollen, das weibliche Geschlecht zu kategorisieren oder doch um Frauen auf der Suche nach Anregung. Ich meine, so begehrt wie "Ex-Schlapmen" (Originalrechtschreibung des Suchenden!) offensichtlich sind, könnte man ja langsam annehmen, dass es für frau durchaus von Vorteil ist, dieser Kategorie anzugehören!

Nur auf den ersten Blick eine Ausnahme bildete der Suchbegriff "Ich finde meine Ex auf einmal wieder toll". Ich meine, wer sich so oft in eindeutigem Interesse Bilder ansieht, kann ja wohl ein gewisses Toll-Finden eh nicht leugnen...
Aber trotzdem schön, dass es offensichtlich positive Ausnahmen im Ex-Schlammschlacht-Delta gibt.

Eine nunmehr quasi logische Konsequenz bot dann der folgende Leser mit seinem Suchbegriff "www.sex-mit-meiner-Ex" - warum er eine Pseudo-Adresse daraus machte, entzieht sich mir zwar, aber ich stecke halt nicht so tief drin in der Welt der Ex-Schlampen wie er es gern möchte... ;)

Noch zwei schlampenfreie Highlights zum Schluss:
Sehr gegrinst habe ich über den Suchbegriff "Happy Birthday, nackter Mann!" - schön, dass auch mal jemand dran denkt, dem freundlichen Exhibitionisten von nebenan zu gratulieren!
Und eine "Allergiebrille" hätte ich gern. Eventuelle Erfinder, die ihr Produkt im Härtetest prüfen wollen, mögen sich jederzeit bei mir melden!

Eine Rose ist eine Rose...


Ich könnte heute eine Menge schreiben, zu nichts davon habe ich Lust.
Also beschränke ich mich darauf, euch eine Rose von meinem Lieblingsrosenstock zu zeigen. Ich finde sie wunderschön. Leider blüht sie immer nur ein paar Tage.
Eigentlich ist es die perfekte Metapher darauf, dass alles Schöne vergeht.
Schneller als man ahnt.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Wüste Wüsten...


Na, liebe Leser in katholischen Gegenden - freut ihr euch schon auf den Feiertag morgen? Ich persönlich bin nicht böse über ein bisschen Bonusfreizeit, zumal wir (trotz unsicherer Wetterlage) beschlossen haben, mal wieder zu grillen. Solltet ihr also Interesse am Seelenheil des Süßen haben, werden gedrückte Daumen für Sonnenschein gern genommen. ;)

Ansonsten habe ich wenig Aufregendes zu erzählen. Aber ich habe eine neue Episode "Muttermund" für euch (man darf mit sowas nicht anfangen, sonst fällt einem plötzlich auf, wie viele Stilblüten es eigentlich regnet... *g*). Unsere Geschichte spielt vor ein paar Tagen, als meine Erkältung noch auf ihrem Höhepunkt war und mein Freund es außerdem geschafft hatte, sich den Rücken zu verrenken. Wir könnten sie auch "Geschichten aus der Klinik" nennen, aber das lassen wir. ;)

Nun gut.

Es ist ein lauer Juniabend.
Fuchsi trifft bei ihrer Mutter ein, die völlig erschöpft im Sessel sitzt.

Fuchsi: DU siehst ja k.o. aus!
Mutter Fuchsi: Ich hab den großen Buchs aus dem Topf geholt und im Garten eingegraben.
Fuchsi: Oh toll. Da warst du ja fleißig! Wo hast du ihn hingesetzt?
Mutter Fuchsi: Das war soo anstrengend! Der Boden besteht ja nur aus Wurzeln und Steinen, ich versteh nicht, wie da überhaupt noch was wächst!
Fuchsi: Hast du ihn am Zaun zu den anderen gesetzt?
Mutter Fuchsi: Ich musste mit der Spitzhacke die Wurzeln aus dem Weg hacken! 1 1/2 Stunden hab ich gegraben für so ein kleines Loch, ich bin völlig fertig!
Fuchsi: Warum sagst du denn nichts, wir hätten dir doch helfen können?
Mutter Fuchsi: Wer das macht, wenn ich nicht mehr bin, frag ich mich.
Fuchsi: (stöhnt)
Mutter Fuchsi: Keiner wahrscheinlich. Tut ja jetzt auch keiner was.
Fuchsi: Natürlich. Weißt du, die hohe Kunst des Gedankenlesens ist mir immer noch verschlossen, also, wenn du was gesagt hättest...
Mutter Fuchsi: Eine WÜSTE wird das sein!
Fuchsi: Wenn du gesagt hättest, dass du heute den Buchs umsetzen willst, hätte man dir helfen können, aber ICH. KANN. ES. AUCH. NICHT. RIECHEN!!!
Mutter Fuchsi: Ist doch wahr.
Fuchsi: Was auch immer.
Mutter Fuchsi: Außerdem sollst du mir gar nicht helfen, du bist doch krank!
Fuchsi: Ja. Man hätte ja warten können, bis ich wieder gesund bin. Oder du hättest Murgel fragen können...
Mutter Fuchsi: Der hat sich doch den Rücken verrenkt.
Fuchsi: Ja, aber nur ausnahmsweise mal und das geht auch wieder vorbei!!! Hätte man also ein paar Tage gewartet, um den Buchs zu versetzen, hätten wir dir gerne geholfen. WENN. DU. WAS. SAGEN. WÜRDEST!!!
Mutter Fuchsi: Ja... Aber das war so anstrengend, ich bin jetzt völlig fertig, der Boden - NUR Steine und Wurzeln. Und knochentrocken! Wie da überhaupt was wachsen kann, ist mir schleierhaft.
Fuchsi: Ideal für eine Wüste also...

...

Mittwoch, 10. Juni 2009

Farbe bekennen - Zugabe Nr. 5: Beige, Braun, Grau

Es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Farbe - kommen wir also zu Teil 5 meiner kleinen Bekenntnisreihe, diesmal mit eher gedeckten Farben. Was dem Aufdeckungscharakter aber keinen Abbruch tun sollte. ;)

BEIGE

Ich könnte euch jetzt erzählen, dass mein Auto beige ist. Ist es tatsächlich.
Trotzdem denke ich bei der Farbe nicht wirklich als erstes an Autos, sondern an meine Lieblingspferderasse: Fjordpferde
Besonders an dieses eine, auf dem Foto zu sehende, an dem ich jahrelang eine Reitbeteiligung hatte und dass sich von all den vielen Pferden, mit denen ich in meinem bisherigen Leben zu tun hatte, am meisten wie "meins" angefühlt hat. Vielleicht erinnert ihr euch an das Bild von dem braunen Pferd, das ich während der Farbe bekennen-Aktion gepostet hatte. Dass ich jenes nicht gekauft habe, bedauere ich manchmal ein wenig. Dass ich aber "meinen" Fjordi nicht kaufen (konnte), bricht mir noch heute das Herz.

BRAUN

Als Kontrastprogramm zur vorigen Farbe gibt's jetzt hier gleich meinen Seelentröster Nr. 1. Nein, es ist nicht Schokolade (obwohl die auch braun wäre), sondern Karamell. Hilft hervoragend gegen Depressionen. Zumindest manchmal. ;)

GRAU

Hier erlaube ich mir, nochmal ein ähnliches Foto wie während des Projekts zu verwenden und zu berichten, dass ich graue Tage sehr gern mag. Nicht nur am Meer, nein, auch zu Hause, denn sie liefern eine hervorragende Ausrede, sich mit einem Buch einzukuscheln oder den ganzen Tag mit seinem Lieblingsmenschen im Bett zu verbringen. Ich bin definitiv kein Typ für Saisonal Abhängige Depressionen, im Gegenteil. Im November bin ich meist glänzender Laune, weil in Weihnachtsvorfreude und mit jedem grauen Tag spüre ich die Lichter näher kommen. ;)
Nur graue Haare - die brauche ich immer noch nicht. ^^

Dienstag, 9. Juni 2009

Bäh



Als Kind, Jugendliche und junge Erwachsene hatte ich eine schwere Spinnenphobie. Die Viecher versetzten mich regelrecht in Panik - so schlimm, dass ich einmal fast einen Autounfall gebaut hätte, weil sie so ein Krabbeltier vor meiner Nase abseilte...
Mein Vater teilte diese Phobie.
Meine Mutter nicht.
Sie liebte und liebt Spinnen. Sie freut sich über diese "nützlichen Tiere" (ja, ich weiß, dass sie nützlich sind, das ist nicht der Punkt), sie FÜTTERT sie und je größer die liebe Spinne ist, desto begeisternder findet sie es...
Der große Vorteil daran ist, dass ich als Kind nie ein Problem hatte, jemand zu finden, der die Spinnen für mich einfing.
Als ich in eine eigene Wohnung zog, änderte sich das. Zumal es ein altes Haus mit einem feuchten Keller ist. Die Spinnen lieben es...
Nun lernt man als Alleinwohnende zwangsweise schnell, dass man nicht bei jeder auftauchenden Spinne nach Mama rufen kann, damit sie sie einfängt - ich musste also irgendwie selbst damit klarkommen. Was mir dabei zusätzlich im Weg stand: Ich bin eigentlich nett. So richtig. Jedenfalls, wenn es um Tiere geht... ;)
Ich kann nämlich buchstäblich keiner Fliege etwas zu Leide tun. Spinnen also auch nicht. Ich musste also eine Möglichkeit finden, die Tiere ohne Nervenzusammenbruch aus meiner Wohnung zu befördern, OHNE ihnen dabei zu schaden.
Zum Glück gibt es im Fachhandel interessante Fanggeräte, mit denen man die Spinnen einfangen und unbeschadet ins Freie bringen kann.
Zum weiteren Glück in ich ja Psychologin und kann mich - zumindest bis zu einem gewissen Grad - selbst therapieren. Also war Konfrontation angesagt. (Nicht schwer in einem Haus, in dem man fast täglich mehreren Spinnen begegnet.)
Mittlerweile stören sie mich nicht mehr besonders. Solange sie unter einer bestimmten Größe (1€-Stück) bleiben, nehme ich's gelassen und in den meisten Zimmern dürfen sie damit sogar bleiben. Nur aus dem Schlafzimmer werden sie kategorisch entfernt. Und aus meiner Dusche (die sie so toll finden, dass teilweise vier gleichzeitig darin sitzen).

Warum ich das alles erzähle?
Nun, gestern Abend verirrte sich mal wieder ein Modell über 1€-Größe zu mir ins Haus und ich durfte einmal mehr feststellen, dass auch halbwegs therapierte Phobien noch durchaus an der Oberfläche kratzen können.
Ich hab sie gefangen, ja.
Wir haben es beide überlebt.
Gelitten habe ich trotzdem.
Und meine Träume danach spotteten jeder Beschreibung...

Guter Fang


Eigentlich wollte ich heute noch einen sinnvollen Post schreiben, aber ich bin zu müde. Gibt es also stattdessen ein Bild, das ich einfach nett finde und eine neue faszinierende Geschichte aus der Rubrik "Muttermund".

Fuchsi, Mutter Fuchsi und Fuchsis Freund (Murgel) sitzen auf der Terasse und unterhalten sich über den gerade vergangenen Geburtstag von Fuchsis Ex-Freund (Stefan), den man am letzten Wochenende zusammen gefeiert hat. Erstaunlich, aber auch dieses harmlose Thema bietet Spielraum, den man nie geahnt hätte...

Fuchsi: Murgel denkt ja immer noch, ich werde ihn in Kürze verlassen und zu Stefan zurückgehen.
Murgel: Wirst du ja auch...
Mutter Fuchsi: Zu Stefan. Ach je. Der hat ja auch lauter Macken...
Fuchsi: "Auch..." Du bist ja nett heute!
Mutter Fuchsi: Ist doch wahr. Weil du dir immer Männer aussuchen musst, die total neurotisch sind!
Murgel: (schnaubt)
Fuchsi: Hallo? Einer dieser Männer ist übrigens anwesend!
Mutter Fuchsi: Ja... Die Wahrheit darf man immer sagen.
Fuchsi: Wie war das mit Höflichkeit und Diplomatie???
Mutter Fuchsi: Da hast du so einen Fang gemacht...
Fuchsi: Mutsch!!
Mutter Fuchsi: ...Vom Regen in die Traufe...
Fuchsi: MUTSCH!!!!
Mutter Fuchsi: Was denn, ich sag doch gar nichts Schlimmes?!

Montag, 8. Juni 2009

Universum vs Süßer 1:0

Eine kleine heitere Geschichte zum Wochenanfang - schließlich kann man gerade an Montagen ein Lächeln immer gebrauchen. ;)

Unsere Geschichte spielt übrigens am Sonntag, also gestern und sie beginnt damit, dass nach samstäglichen Regen überraschend wieder wunderschönes Wetter ist.

Süßer und ich nutzen den Sonnenschein und spazieren zum Wahllokal, essen auf dem Rückweg ein Eis und beschließen, dass man ob dieses traumhaften Wetters eigentlich abends grillen könnte, anstatt zu kochen.
Soweit eine gute Idee, denn grillbares Essen haben wir in weiser Voraussicht zu Hause, der Sache steht also nichts im Wege.

Wären da nicht...

...plötzlich aufziehende Wolken!
Hmmmm...
Ich gebe vorsichtig zu bedenken, dass solche Wolken durchaus ein Indiz für nahenden Regen sein könnten. Süßer (der bereits den Höhlenmenschen in sich spürt und Fleisch auf offenem Feuer zubereiten will, um diesen zu befriedigen) winkt ab.
"Das zieht vorbei."
Ich beschließe, ihm zu glauben.

Der Grill wird aufgebaut, das Grillgut zurechtgelegt, angefeuert etc. Mittlerweile sieht der Himmel so aus.

Ich äußere erneut Bedenken, doch sie werden beiseite gewischt.
"Dahinten wird's schon wieder hell!"

An die Helligkeit glaube ich zwar nicht, aber ich bin ein treues Geschöpf und stehe meinem Partner auch im Wahnsinn zur Seite. Packen wir also die Würstchen auf den Grill...


Die ersten Tropfen fallen. Ich äußere leise Bedenken, ob verregnete Würstchen wirklich so gut schmecken, Süßer bleibt mit Todesverachtung optimistisch.
"Das ist kein Regen, das nieselt nur."

Mittlerweile grollt im Minutenabstand Donner und im Garten ist es für die Tageszeit unangemessen finster geworden. Außerdem werden die Tropfen immer mehr und immer dicker.
Ich versuche vorsichtig, auf diesen Fakt hinzuweisen, werde aber eines Besseren belehrt.
"Das hört gleich wieder auf!"


Inzwischen fallen dicke Tropfen, zwischen dem Donner sind kaum noch Abstände und schließlich kapituliert selbst der Süße zähneknirschend und wir beginnen mit dem Abbau. Eine überaschend intelligente Idee, denn nur Augenblicke später sieht es bereits so aus:


Ich verbrachte die nächsten Stunden mit einem sehr deprimierten Höhlenmenschen.
Die Würstchen haben wir dann in der Pfanne gebraten - ich fürchte, das war kein Trost. ;)

Sonntag, 7. Juni 2009

Keine Sorgen zum Sonntag



Nachdem mein Eintrag zum Buchstaben "C" im vorigen Post ja doch einige Leute erschreckt zu haben scheint und ich
a) meine Leser nicht erschrecken möchte
b)man am Sonntag lieber sonnig als sorgenvoll gestimmt sein sollte,
gibt es nun noch eine passende Zeichnung und ein paar erklärende Worte.

Erstmal danke ich allen für Sorge und liebe Worte, dann muss ich aber doch sagen - auch wenn ich im Moment ein wenig deprimiert bin, bestehen keinerlei Pläne diesen Zustand final zu beenden. Am Leben gibt es allerlei Schönes und darauf würde ich noch nicht so schnell verzichten wollen, ich bin also ein sehr schlechter Selbstmordkandidat.
Warum trotzdem dieses Bild und Gedicht?
Warum trotzdem spontan diese wenig erfreuliche Assoziation?

Vielleicht, weil ich 6 Jahre meines Lebens in der Krisenintervention gearbeitet habe und tagtäglich auf Menschen traf, die ein Rasiermesser tatsächlich für einen Ausweg hielten.
Vielleicht, weil ich gelernt habe, dass es in jedem Leben und mag es auch noch so sonnig aussehen, Tage gibt, an denen man die scheußlichsten Gedanken hegt. Solange man ihnen nicht zu viel Macht über sich selbst gibt, halte ich das für völlig legitim.
Vielleicht auch, weil ich es für wichtig halte, manchmal Dinge anzusehen, die nicht schön sind. Es öffnet einem die Augen und das Herz und macht es leichter, auch das, was einem fremd ist zu verstehen und denen, für die diese Gedanken vertraut sind, die Hand zu reichen.
Vielleicht sogar, weil Kunst unter anderem auch erschrecken, schockieren und zum Nachdenken anregen soll und darf.

Rudhi schrieb so treffend vom "psychologischen Aderlass" - und auch ich denke, die Messer, mit denen man am tiefsten schneiden kann, sind nicht aus Stahl, warum also damit eine Sauerei veranstalten. ;)

Das ABC-Projekt - Woche 3: C




Schwierig ist nur
Der erste Schnitt
Was folgt
Ist fließend
Warm
Und still

Manchmal scheint das Weglaufen
So einfach
So nah

Bin ich feige
Oder einfach nur
Zu müde
Zum Träumen

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Beim Buchstaben C assoziierte ich spontan Cutting - nicht die Westernreitdisziplin, sondern das "Spiel" mit den Messern. Das mag bedenklich sein, aber meine Stimmung ist im Moment auch nicht die Beste.